Linz

Die folgenden Beiträge über die oberösterreichische Landeshauptstadt sind sozusagen Reiseberichte mehrerer Besuche, welche viel mit dem am 23. Juni 1779 im damaligen Pfaffmünster - heute Münster, Ortsteil von Seinach und Sitz des Herausgebers von RePaLi - geborenen Johann Baptist Schiedermayer und am 6. Januar 1840 in Linz verstorbenen Komponisten zusammenhängen. Der erste im Jahr 2006 diente der Vorbereitung einer Chorreise an Pfingsten 2007 mit Schiedermayrs Missa in B, aufgeführt im Neuen Linzer Dom, und die dritte Reise im Jahre 2016 war sozusagen eine Erinnerungsreise an die zweite Reise, im Jahr 2018 war Linz Ausgangspunkt für Besuche der Landesausstellung 2018 in Enns: "Rückkehr der Legion".

Beim süßen Genuß der der Linzer Torte nachempfundenen Linzer Schnitte des Steinacher Dorfbäckers erinnert sich der Autor dieser Beiträge regelmäßig des wohl musikalischten Sohnes seiner Heimatgemeinde.

Die Bilder der folgenden Beiträge stammen also entweder von diesen Reisen oder aus Bildern offizieller Web-Seiten der Stadt Linz, welche mit Mail vom 29. März 2018 freundlicherweise RePaLi für nichtkommerzielle Nutzung mit Nennung der Bezugsquelle ("Quelle: Stadt Linz") zur Verfügung gestellt wurde. Die Texte ebenso aus den Erinnerungen dieser Reisen oder aus allgemein zugängigen Quellen wie offizielle Seiten der Stadt Linz oder Wikipedia.

Die oberösterreichische Landeshautpstadt - auf der Karte nebenan der Mariendom markiert - ist mit gut 200.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Österreichs. Nach dem 2. Weltkrieg als 'staubige Stahlstadt' abqualifiziert ist sie inzwischen eine quicklebendige, kunstreiche Stadt an der Donau und ist für RePaLi nach Regensburg sozusagen der Endpunkt des Donaurandbruches.

Zahlreiche Initiativen im Kulturbereich, beispielsweise Veranstaltungen wie die Linzer Klangwolke, das Brucknerfest, das Pflasterspektakel und den Prix Ars Electronica bzw. das Ars-Electronica-Festival, verschafften der Stadt sukzessive ein neues Image. Seit 2004 wird jährlich das Filmfestival Crossing Europe veranstaltet. Linz konnte sich – zuletzt mit dem 2013 eröffneten neuen Musiktheater am Volksgarten, einem Landestheater, – als Kulturstadt positionieren, obwohl Strukturen der alten Industriestadt ebenso wie ländliche Lebensformen nach wie vor sichtbar sind.

Im Jahre 2009, gemeinsam mit der litauischen Hauptstadt Vilnius, wurde zur Kulturhauptstadt Europas auserkoren.

Die Stadt ist namensgebend für die Linzer Torte, deren Rezept als das älteste bekannte Tortenrezept der Welt gilt.

Obwohl die Besiedlungsgeschichte der Stadt sicher weit in die Menscheitsgeschichte zurückreicht - die Venus von Willendorf, 100 km östlich in der Wachau gelegen, ist etwa 30.000 Jahr alt, werden erste archäologische Funde mit keltischen Befestigungsanlagen in das fünfte vorchristliche Jahrhundert datiert, dann  römische Holz-Kastelle in die Mitte des ersten nachchristlichen Jahrhunderts. Diese "Lentos", römisch "Lentia", genannte Siedlung wurde bei Einfälle der Germanen um 170 n. Chr. zerstört, kann aber dennoch auf eine durchgehende Besiedlung über die Spätantike hinweg verweisen.

 

Linz liegt geografisch im Herzen Europas und an mehreren Hauptverkehrswegen. Traditionelle Handels- und Reiserouten West-Ost und Nord-Süd treffen sich hier an der Donau.
Heute ist Linz zu Wasser, zu Land und aus der Luft rasch erreichbar, dank gut ausgebauter Autobahnen und dem blue danube airport. Einen schnelle und sichere Reise sorgt für eine entspannte Ankunft in Linz.
Obwohl die Tourismus-Seite von Linz bestens über Anreisemöglichkeiten informiert hier dennoch eine Übersicht:

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aus der Luft mit Blue Danube Airport Linz. So gibt es etwa im Sommer 2018 täglich 2 Linienflüge nach Frankfurt und einen täglich von Frankfurt aus.  Linz wird darüber hinaus im Sommer 2018 von zahlreichen europäischen Charterflügen angesteuert. 

 

 

Bildschirmfoto 2018 03 22 um 15.33.47auf der Schiene mit der ÖBB. 

Dieser Link führt direkt zu Fahrplänen der ÖBB mit Verbindungssuche und Ticket-Angeboten.

 

Bildschirmfoto 2018 03 22 um 15.42.30ist Linz erreichbar auf Autobahnen und mautfrei auf Bundesstraßen erreichbar:
Anreise von Richtung Salzburg und Wien: Westautobahn A1, Abfahrt Linz/Zentrum
Anreise von Richtung Prag, Freistadt: Mühlkreisautobahn A7, Abfahrt Linz/Hafenstraße
Anreise von Richtung Regensburg, Passau: Innkreisautobahn A8 zur A1, Abfahrt Linz/Zentrum oder mautfrei entlang der Donau auf der B 127
Parken kann wie in jeder größeren Stadt durchaus auch in Linz ein Problem sein: Link

 

Bildschirmfoto 2018 03 22 um 15.45.56Bus gibt es aus allen Himmelsrichtungen zahlreiche Möglichkeiten: 

Flixbus: Link
LEO Express verbindet Linz mit Prag, Budweis und Krumau: Link
Fernbus verbindet Linz mit Linien aus ganz Europa: Link

Dieser Beitrag verweist beispielhaft auf ein sehr zentral gelegenes Hotel, welches der Autor anl. der Revival-Reise im Jahr 2016 ausgewählt hatte und auf den wunderbaren Biergarten anl. der in der Vorbemerkung dieser Linz-Seite erwähnten Konzertreise im Jahr 2007, den die Konzertgesellschaft nach der Aufführung der Schiedermayrschen Missa in B im riesigen Marien-Dom besucht hatte. Ansonsten wir auf einschlägige Portale verlinkt.

MitJBSinLinz2007Dieser abendliche Biergarten-Besuch wird den über einhundert Teilnehmern der Konzertfahrt nach Linz im Jahre 2007 in allerbester Erinnerung bleiben. Aber natürlich gibt es viele weitere, zum Beispiel an der Donau gelegene Restaurants. Linz-Tourismus hat ein schöne Übersicht: Link

 

MitPaulinLinz2016Schließlich, im Jahre 2016, wählten wir ein das zentral gelegene Schiller-Hotel. Es hatte sogar einen Parktiefgarage, war auch hundefreundlich zu Paul und bot besten Service. Ansonsten kann man über eine spezielle Seite des "Linz Tourismus" unter Dutzenden von Hotels über Pensionen, Gasthöfe bis zum Campingplatz auswählen: Link

stiegl klosterhof linz gastgarten

Der Biergarten zum Klosterhof des Stieglbräu ist dem Herausgeber des RePaLi aus mehrfachen Hinsicht in allerbester Erinnerung:

2007 führte der Musikverein Steinach-Münster im Neuen Linzer Dom die Missa in B für Soli, Chor und Orchester auf. Die Nachfeier fand natürlich im Biergarten des Klosterhofes statt.
In den vergangenen gut zehn Jahren, zuletzt im Juni 2018, stand immer wieder ein Besuch im Klosterhof an. Und: jedes Mal alles zu höchster Zufriedenheit. 

 

Link zur Webseite des Klosterhofes

Die doch intensivere Beziehung des Heimatortes des Herausgebers Steinach mit dem Ortsteil (Pfaff)-Münster erklärt sich damit, dass aus Pfaffmünster ein gewisser Johann Baptist Schiedermayr (1779-1840) stammt und im Alten Linzer Dom die Orgel getreten hat. Schiedermayr war lt. seiner Vita möglicherweise auch Mit-Begründer der heutigen Anton Bruckner Privatuniversität in Linz, wurde sie doch 1823 als Gesangsschule gegründet. Und Schiedermayr war von Anfang an dort 14 Jahre tätig:

"Am 24. Februar 1804 ging er nach Linz und wurde als Musiker unter dem Dom- und Stadt-Kapellmeister Franz Xaver Glöggl in der Kirche, im Theater und bei der Bürgergarde an verschiedenen Instrumenten verwendet, bis er 1810 als Dom- und Stadtpfarr-Organist eingestellt wurde. Er war als 1. Kapellmeister am Landestheater tätig, war Dirigent der Redoutenbälle (Redoutensaal: ursprünglich so viel wie Wandelhalle, Saal, in weiterer Folge Tanzveranstaltung, Maskenball) und er komponierte Messen, Tänze für Gesellschaftskonzerte und Gelegenheitsstücke, außerdem gab er von 1823 bis 1837 Gesangsunterricht an der Gesangsschule der Linzer Gesellschaft der Musikfreunde. 1839, nach dem Tod von Franz Xaver Glöggl, wurde Johann Baptist Schiedermayr der Ältere provisorischer Dom- und Stadtpfarrkapellmeister."

sieh auch: Link zu J. B. Schiedermayr auf RePaLi, alphabetisch sortiert vor dem Beitrag zu "Joseph Schlicht", Namenspatron des Herausgebers

Bildschirmfoto 2018 03 22 um 19.47.42Auch für diesen Beitrag gilt, dass die offzielle Tourismus-Seite der Stadt Linz ein äußerst vielseitiges Angebot für die unterschiedlichsten Interessen bereit hält: Link

Dennoch möchte dieser Beitrag die vielfältigen Eindrücke wiedergeben, welche der Autor beim "Revival-Besuch" im Jahre 2016 nach Hause mit genehmen konnte.

Dazu gehörte kulturelles, kulinarisches, museales, religiöses und vieles andere mehr, was einen Besuch in Linz so einmalig macht - siehe folgende Beiträge.

 

 

 

Natürlich haben wir auch der Linzer-Hochkultur Reverenz erwiesen durch einen Besuch des Landestheaters Linz. Auf dem Programm stand im Februar 2016 - ganz passend: "Ein idealer Mann" - Schauspiel von Oscar Wilde, Deutsch von Elfriede Jelinek

Das aktuelle Programm dieses beeindruckenden Mehr-Sparten-Hauses gibt es hier: Link

Und natürlich suchten - und fanden - wir im Arcadenhof in der Landstraße 12 eine Lokalität für den passenden kulinarischen Abschluss: Link

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Weitere Kulturstätten finden sich auf der Tourismus-Seite der Stadt Linz, dort eine Übersicht über die aktuellen Angebote, etwa des LENTOS-Kunstmuseums: Link

 

 

 

 

 

 

Das ARS ELECTRONICA CENTER haben wir natürlich auch besucht. Für den Autor ist das Anlass, das Offertorium "Domine" aus der Missa in B von J. B. Schiedermayr elektronisch zu präsentieren:

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Es spielt hier ein Computer den Beginn des Offertoriums "Domine" von J. B. Schiedermayr für Sopran-Solo, gem. Chor und großes Orchester, besetzt mit Fl, Cl 1&2, Fag, Trp 1&2, Pk, Vln 1&2, Vla, Vc, Kb und Orgel

Und hier der Live-Mitschnitt des Audio-Files:

                                                                         

Bildschirmfoto 2018 03 23 um 11.18.11Mit diesem Beitrag möchte der Autor die RePaLi-Beiträge zu Linz vorerst abschließen. Die Seite selbst ist aufrufbar unter "Linz entdecken" der offiziellen Linz-Seite: Link

Beim Magistrat der Stadt Linz sind die Rechte zur Veröffentlichung einzelner Bilder derzeit angefragt und  ....

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Anl. einer Linzreise im Jahre 2018 buchten wir eine Genuss-Schifffahrt mit Wurm & Noe: Donau in Flammen". 

Auf der Linz-Webseite des Schifffahrtsunternehmers finden sich die zahlreichen Angebote, wie:

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Gesamtbild Kopie

 

 

Nun, wie beginnt man einen Sonntag in Linz? Wir besuchten natürlich den Marien-Dom. Schon seine schier unglaubliche Größe war uns bei der mehrfach erwähnten Konzertreise mit der Schiedermayerschen B-Dur-Missa ein nicht kleines Problem, denn eine derartige Akkustik gibt es bei uns zuhause weit und breit in keiner Kirche. Warum die Linzer Mitte des 19. Jahrhunderst meinten, eine derart riesige Kirche bauen zu müssen? Mit einem 130 m langen Außenbau, einer Hauptfirsthöhe von 44 Meter, einer Breite des Langschiffs von 27,5 m, des Mittelschiffs 13,5 m und des Querschiffs 60 m. Die Grundfläche beträgt 5.170 m². Angeblich finden darin einige tausend Besucher Platz. 

Falls also ein Besuch ansteht, hier gibt es eine Übersicht über Liturgie und Musik im Dom: Link

Übrigens, seit 2006 ist Mag. Josef Habringer Domkapellmeister. Er ist uns in bester Erinnerung, als er uns für die abschließende Probe zur Schiedermayrschen Missa am Pfingstsamstag 2007 seinen Probenraum bereitwilligst zur Verfügung stellt und uns auch eine Fagotistin vermittelte.

 

 

 

 

 

 

Alter Dom Brucknerorgel

Am Sonntag besuchten wir wie 2007 aber den wirklichen Dom der Stadt Linz, den Alten Dom. Dort saß Anton Bruckner auf der Orgelbank, immerhin Namensgeber des Straubinger Anton-Bruckner-Gymnasiums, dem eine Vielzahl der Mitwirkenden an der o.g. Aufführung bis in die heutigen Tage verbunden sind. Aber auch Johann Baptist Schiedermayr (1779-1840) trat da die Orgel, wurde er doch lt. seiner Vita möglicherweise auch Mit-Begründer des heutigen Anton Bruckner Privatuniversität in Linz, wurde sie doch 1823 als Gesangsschule gegründet. Und Schiedermayr war von Anfang an dort 14 Jahre tätig:

"Am 24. Februar 1804 ging er nach Linz und wurde als Musiker unter dem Dom- und Stadt-Kapellmeister Franz Xaver Glöggl in der Kirche, im Theater und bei der Bürgergarde an verschiedenen Instrumenten verwendet, bis er 1810 als Dom- und Stadtpfarr-Organist eingestellt wurde. Er war als 1. Kapellmeister am Landestheater tätig, war Dirigent der Redoutenbälle (Redoutensaal: ursprünglich so viel wie Wandelhalle, Saal, in weiterer Folge Tanzveranstaltung, Maskenball) und er komponierte Messen, Tänze für Gesellschaftskonzerte und Gelegenheitsstücke, außerdem gab er von 1823 bis 1837 Gesangsunterricht an der Gesangsschule der Linzer Gesellschaft der Musikfreunde. 1839, nach dem Tod von Franz Xaver Glöggl, wurde Johann Baptist Schiedermayr der Ältere provisorischer Dom- und Stadtpfarrkapellmeister."

Bildquelle: Wikipedia

 

Bildschirmfoto 2018 03 23 um 06.56.17Auch ein Besuch weiterer Kirchen in und um Linz stand auf dem Programm der mehrfach erwähnten Konzertreise:

  • Karmelitenkirche: Die Karmelitenkirche, die sich direkt an der Linzer Landstraße befindet, zählt zu den wertvollsten Barockkirchen Österreichs. Sie wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts errichtet und 1726 eingeweiht. Der Architekt ist nicht bekannt, allerdings war der Linzer Hausbaumeister J.M. Pruner am Bau beteiligt.Die Karmelitenkirche ist Kulturdenkmal und Ort der Besinnung. Im Beicht- und Aussprachezimmer beim Haupteingang stehen tagsüber Priester zur Verfügung, um das Sakrament der Versöhnung zu spenden, um den Menschen in ihren Anliegen. Link
  • St. Florian: 
    Am Pfingstsonntag besuchten diejenigen, welche in Linz geblieben waren, das Stift St. Florian. Auch dieses ist untrennbar mit Anton Bruckner verbunden. Bis in unsere Tage wird das Kloster belebt von den Augustiner-Chorherren:

    Lebensform und Spiritualität der Augustiner-Chorherren

    Die Augustiner-Chorherren bilden eine Priestergemeinschaft für den Dienst am Volk Gottes, verpflichten sich den evangelischen Räten (Ehelosigkeit, Armut und Gehorsam) und leben nach der Ordensregel des Heiligen Augustinus. Es gibt keinen „Ordensstifter": Der Orden ist das Ergebnis einer Entwicklung, die sich über Jahrhunderte der Kirchengeschichte erstreckte. Die Grundidee ist die fruchtbare Verbindung des apostolischen, priesterlichen Dienstamtes mit den Idealen, die das klösterliche Gemeinschaftsleben und seine spirituelle Entfaltung prägte und prägen. So schöpfen die Mitglieder des Ordens Kraft und Leben aus dem gemeinsamen Gebet (Chorgebet – von daher auch der Name Chorherren), der Feier von Gottesdiensten und dem mitbrüderlichen Zusammenleben. Neben den unterschiedlichen Aufgaben im eigenen Kloster wirken die Augustiner-Chorherren vor allem in der Pfarrseelsorge und Bildung/Wissenschaft. So genannte Chorfratres (nichtpriesterliche Mitbrüder) können ihren Dienst unterstützen.

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Der Name des großen österreichischen Symphonikers Anton Bruckner (1824-1896), der als Florianer Sängerknabe gewissermaßen seine musikalische Laufbahn begonnen hat, ist untrennbar mit dem Stift St. Florian verbunden. In der Stiftspfarre Ansfelden geboren, genoss er von Anfang an die Unterstützung des damaligen Propstes Michael Arneth und wurde 1848 nach einer ersten Zeit als Schullehrer Stiftsorganist. Aus dieser Zeit stammen die ersten bedeutenden Kompositionen, z. B. das Requiem in d-Moll, verschiedene Chöre oder die Missa solemnis in b-Moll, die er dem Propst Friedrich Mayr widmete. Auch als Bruckner im Alter von dreißig Jahren die Stelle des Linzer Domorganisten antrat, blieb er dem Stift eng verbunden, genauso wie nach seiner späteren Berufung zum Professor und Hoforganist nach Wien. Oft kam Bruckner nach St. Florian, um hier Urlaubstage zu verbringen, zu komponieren, Freunde in der Umgebung zu besuchen und zu Festen die Orgel zu spielen. Er bezog stets das Zimmer 4 am Prälatengang, das auch heute noch „Brucknerzimmer“ genannt wird und nach wie vor als Gästezimmer verwendet wird. Am 11. Oktober 1896 starb Bruckner in Wien und wurde auf eigenen Wunsch in der Gruft der Stiftsbasilika, direkt unter seinem Lieblingsinstrument – der großen Orgel des Franz Xaver Krismann – bestattet.

Obwohl ein Besuch dieses außerordentlichen Zeugnisses christlich-abendländischer Kulturtradition zu jeder Jahreszeit ein unvergessliches Erlebnis ist, eine Teilnahme am Gottesdienst, zu dessen Ehre ja diese Häuser erbaut sind: "omnis ad maiorem gloria dei", wird aber zu einem spirituellen Erlebnis. Deshalb hier der Link auf die jeweils aktuelle Gottesdienstseite des Stifts: Link

sankt florian bei linz KopieDas Augustinerchorherrnstift St. Florian ist wie der Alte Dom in Linz untrennbar mit Johann Baptist Schiedermayr und Anton Bruckner verbunden. Ersterer war ab 1810 Domorganist am Altem Dom, ab 1839 (provisorischer) Domkapellmeister, letzterer von 1854–1868 eben dort Domorganist, also möglicherweise unmittelbarer Nachfolger des J. B. Schiedermayr. Zuvor war Bruckner 1848 nach einer ersten Zeit als Schullehrer Stiftsorganist von St. Florian und blieb, auch als er zum Professor und Hoforganist nach Wien berufen wurde, dem Stift verbunden: Oft kam Bruckner nach St. Florian, um hier Urlaubstage zu verbringen, zu komponieren, Freunde in der Umgebung zu besuchen und zu Festen die Orgel zu spielen. Er bezog stets das Zimmer 4 am Prälatengang, das auch heute noch „Brucknerzimmer“ genannt wird und nach wie vor als Gästezimmer verwendet wird.

Am 11. Oktober 1896 starb Bruckner in Wien und wurde auf eigenen Wunsch in der Gruft der Stiftsbasilika, direkt unter seinem Lieblingsinstrument – der großen Orgel des Franz Xaver Krismann – bestattet.

Bruckner ZimmerDas Stift pflegt nachhaltig die Erinnerung an diesen großen Komponisten, zum Beispiel über das "Bruckner-Zimmer" oder die Bruckner-Tage: Link, aber auch durch eine reiche Musikpflege das Jahr über: Link

Ein später, aber würdiger 'Nachfolger' ist Prof. Augustinus Franz Kropfreiter (1936-2003). Er zählt zu den bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Seit 1954 Konventmitglied, wurde er 1960 Stiftsorganist und fünf Jahre später zum Regens chori ernannt. Drei Jahrzehnte intensiver Konzerttätigkeit in Europa, Japan und Südamerika folgten, die er aber zugunsten des Komponierens nach und nach eingestellt hat.

 

 

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Weil derartig prächtige Kirchen ja vornehmlich für liturgischen Feiern erbaut wurden, ist es ein besonderes Erlebnis, diese Ort bei solchen Gelegenheiten zu besuchen. Deshalb hier der Link zur aktuellen Gottesdienstordnung.

Bibliothek

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der großartigen, reich ausgestatteten Stiftsbibliothek liegen eben auch Werke des Johann Baptist Schiedermayr, gebürtig in Pfaffmünster, einem Ortsteil der niederbay. Gemeinde Steinach, Sitz des Herausgebers von RePaLi. Im Beitrag Linz - Kultur kann man sich einen Eindruck eines Schiedermayrschen Offertoriums machen: Link

 

Quelle: Webseite des Stifts Sankt Florian