Zurückblickend auf ein reiches architektonisches und künstlerisches Erbe ist Passau heute kulturelles Zentrum der bayerisch-österreichisch-tschechischen Grenzregion. Wie kaum irgendwo sonst verbindet sich die Pflege einer großen Vergangenheit mit einem vielseitigen und innovativen Kulturleben der Gegenwart. 

Die Angebote der Museen und Galerien, die Pflege von Musik und Literatur, Theater und Kleinkunst begeistern Einheimische und Gäste. Ein Klima, gekennzeichnet durch Weltoffenheit und Toleranz, macht die 2000-jährige Dreiflüssestadt lebens- und liebenswert. Richtschnur für die kulturelle Entwicklung ist „Der kulturelle Entwicklungsplan“.

kurfürstliches Opernhaus 

TheaterIm Jahr 1645 errichtete der Passauer Fürstbischof Leopold Wilhelm von Österreich am Ufer des Inn ein Ballhaus. Als das Jeu de Paume aber gegen Mitte des 18. Jahrhunderts seine Popularität verlor, wandelte Fürstbischof Leopold Ernst Kardinal Graf von Firmian das Haus 1771 bis 1774 durch seinen Musikdirektor zu einem der Hofgesellschaft vorbehaltenen Hofkomödien- und Hofopernhaus um. 
Dieses fürstbischöfliches Opernhaus pflegt mit den Vorstellungen des Landestheaters Niederbayern, ob Schauspiel oder Musiktheater, Kammermusik oder Sinfoniekonzert, von der Antike bis zur Avantgarde, auf hohem Niveau den reichen Schatz abendländischer Kultur.
 
In der Regel beginnen im September nach der Spielzeitpause im August wieder die Vorstellungen, welche auch in Landshut und Straubing zur Aufführung gelangen. Hier geht es zum Spielplan.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  

Scharfrichterhaus 

Scharfrichterhaus

 
Das Scharfrichterhaus bezieht seine weit über Passau hinausgehenden Ruf durch die Verleihung des "Scharfrichterbeils", einen Kleinkunstpreis, der 2018 zum 36. Mal verliehen wurde.

In den 1970er Jahren stand die Stadt Passau unter starkem Einfluss durch die konservativen Kräfte. Deshalb formierte sich in Passau als Gegenkultur eine Bewegung des politischen Kabaretts, an deren Spitze die Kabarettisten Bruno Jonas und Siegfried Zimmerschied standen, und die von der konservativen Führung stark torpediert wurde. Es gab Nachrichtensperren über die Kabarett-Veranstaltungen, Anzeigen wegen Gotteslästerung und die Stadt Passau verhängte Aufführungsverbote. Trotz alledem wurde im März 1977 von Walter Landshuter und Edgar Liegl das "Scharfrichterhaus" gegründet, in dem auch Ottfried Fischer in seinen Anfangstagen auftrat.

Seitdem hat es sich zu einer bedeutenden Jazz- und Kabarettbühne entwickelt, und seit 1983 wird vom Scharfrichterhaus, in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk und der Münchener Abendzeitung, das ScharfrichterBeil - im Jahr 2016 zum 34. Mal - verliehen.
Mittlerweile sind die Differenzen zwischen der Stadt und dem Haus beigelegt. Das Scharfrichterhaus ist derzeit fest im Passauer Kulturleben integriert und ist als eine bedeutende überregionale Institution in der heutigen Kabarettszene allgemein anerkannt.