Straubing

Zwar gehört Straubing ganz sicher zum engeren Umfeld des Namensgebers des Herausgebers von RePaLi, des Steinacher Schlossbenefziaten Joseph Schlicht: Link. Leider aber konnten wir Sr in "RePaLi" nicht vernünftig unterbringen. Aber dennoch gehört Straubing in die Reihe der größeren Donaustädte der Region "Donaurandbruch". Deshalb hier also eine Reihe von Beiträgen, die RePaLi einem ausgewiesenem Kenner Straubings, Werner Schäfer, verdankt. Die Bilder der Beiträge zu "Straubing" stehen unter "Copyright tourist-info SR" und Fotowerbung Manfred Bernhard.

 

Stadtnahe Anschlüsse führen zur A 3 und den Bundesstraßen B8 und B20. Straubing liegt an der Eisenbahnlinie Wien – Nürnberg. Der Wasserverkehrsweg Donau ermöglicht als Rhein-Main-Donaukanal und ab Straubing als freifließender Strom den erfolgreichen Betrieb der Flußschifffahrt, des Kreuzfahrtenverkehrs und eines Hafens. Durch den Sport- und Verkehrsflughafen Straubing-Wallmühle sind Stadt und Region auch per Flugzeug erreichbar.
Und natürlich auch per Deutscher Bundesbahn:

Bildschirmfoto 2021 03 19 um 13.31.33

Neustadt Straubing Kopie

Straubing liegt in der Regensburg-Straubinger Senke, dem sogenannten Gäuboden, am Ufer der Donau zwischen dem Bayerischen Wald im Norden und dem Hügelland im Süden. Das Stadtgebiet befindet sich überwiegend auf den Schottern der Donauterrassen mit teilweiser Löss- bzw. Lösslehmauflagerung. Straubing bezeichnet sich gerne als Hauptstadt des Gäubodens, der „Kornkammer Bayerns“, ist aber auch ein Tor zum Bayerischen Wald. Es blickt auf rund 8000 Jahre Siedlungsgeschichte zurück. Alle Epochen der Vor- und Frühgeschichte, Kelten und Römer hinterließen hier ihre Spuren. Im frühen Mittelalter entstanden der Königshof, dann der wichtige Marktort Alt-Straubing in unmittelbarer Nachbarschaft zum Fluß. Im Jahre 1218 gründete Herzog Ludwig der Kelheimer auf der hochwassergeschützten Terrasse über der Donau die Neustadt Straubing. Sie gehörte jahrhundertelang zu den wichtigsten Verwaltungszentren im alten Bayern. Derzeit beläuft sich die Einwohnerzahl auf gut 48000. Als Standort des Kompetenzzentrums für Nachwachsende Rohstoffe besitzt heute die Wissenschaftsstadt Straubing ein Alleinstellungsmerkmal allerersten Ranges und darf sich durch den Campus Straubing der Technischen Universität München auch als Universitätsstadt bezeichnen.

Seit 1. Oktober 2018 ist nun Straubing auch durch die großartige Unterstützung des - ehemaligen - TUM-Präsideten Wolfgang A. Herrmann - ganz links - Heimat eines TUM-Campus, also steht auf den Ortsschildern: Universitätsstadt Straubing.

 

 

Ganz aktuell seit Juli 2020:

Ein Stadtspaziergang mit Werner Schäfer

Straubings wohl kundigster Stadtführer lotst Gäste wie Einheimische zur Highlights der Straubinger Stadtgeschichte. Beredt wie immer, sachkundig bis in kleinste Detail, führt er über die Stadtplätze, in die Basilika St. Jakob, die Asamkirche der Ursulinen, natürlich nach St. Peter und viele andere Sehenswürdigkeiten der Gäubodenmetropole zwischen Gäu und Wald, am Donaustrom gelegen. Fotostudio Berhard machte Aufnahmen BildschnittTV den Schnigtt, in youtube sind die Szenen zu betrachten:

Bildschirmfoto 2018 03 09 um 20.26.09Vorab:

Links auf einschlägige Seiten von straubing.de :

Übernachtung - Gastronomie - Gästeführungen - ...

Stadtanlage und Stadtplatz
Wer sich vom Strom her der Stadt nähert, empfindet noch immer die Wirkkraft der mittelalterlichen Silhouette Straubings. Breit legt sich das ehemalige Schloss an die Donau, hoch ragen die Türme über sie empor. Der Grundriss der staufischen Stadtanlage blieb erhalten, fast ein idealtypischer. Die Hauptachse bildet der Stadtplatz, eine rund 600m lange, weite Straße. Sie nahm den Fernhandel von Passau über Regensburg an den Mittelrhein und von München über Landshut nach Böhmen auf. Zugleich diente sie dem regional geprägten Marktbetrieb. Von den beiden Hälften, dem östlichen Ludwigs- und dem westlichen Theresienplatz zweigen im rechten Winkel die Seitenstraßen und Gassen ab. Im Mittelpunkt dieses Straßenmarktes erhebt sich der 68m hohe gotische Stadtturm, begonnen im Jahr 1316 und erst im 16. Jahrhundert vollendet. Er war der erste Rathausbau, ein starker Wacht- und Glockenturm und ist mit seinen fünf Spitzen das Wahrzeichen Straubings. Vom ehemaligen Türmerrundgang eröffnet sich ein Blick über die Donauebene zum Bayerischen Wald und zum tertiären Hügelland. Der Stadtturm beherrscht Straubings „gute Stube“, den Denkmalsplatz, die Einkaufsmeile, die Fußgängerzone zum Flanieren und Verweilen. An schönen Tagen verspürt man hier wirklich neben altbayerischer Lebensfreude südländisches Flair.

 

 

Rathausbrand SR Bild MZBlankes Entsetzen packte nicht nur die Bewohner Straubings als am späten Nachmittag des 25. November 2016 eine verheerende Feuersbrunst das historische Rathaus bis auf die Außen- und Grundmauern in Schutt und Asche legte. Inzwischen gibt es Pläne des Archtekturbüros HildundK MünchenBerlin GmbH zum Wiederaufbau, allerdings wird das dauern, etwa bis ins Jahr 2021. (pk)

Stadtturm

 

Der 68 m hohe, achtgeschossige Feuer- und Wachtturm wurde 1316 grundgelegt und bis in das 16. Jahrhundert mit Türmerwohnung und fünf Spitzen ausgebaut.

Er ist das Wahrzeichen Straubings. Von oben eröffnet sich ein weiter Blick auf die Donau, den Bayerischen Wald und den Gäuboden.

Über das Amt für Tourismus kann man Turmführungen buchen. Dann steigt man viele Stufen hoch gewinnt einen faszinierenden Rundblick und erfährt viele interessante Geschichten über den Turm und die Türmer und hat einen herrlichen Blick auf die mittelalterliche Stadtanlage und das Straubinger Land.

Mindestteilnehmerzahl 5 Personen. Maximal 14 Teilnehmer.

Termine beim Amt für Tourismus

Fraunhoferstraße 27

94315 Straubing


Telefon: 0 94 21 / 944-60199
Telefax: 0 94 21 / 944-60251


E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Gäuboden-Metropole und seit 2018 auch Universitätsstadt verfügt über eine ganze Reihe sehr gut geführter Hotels und gastromomischer Betriebe. Sozusagen als "Einheimischer" ist es schwierig, hier einzelne hervorzuheben. Deshalb verweise ich hier mal auf die offizielle Seite der Stadt Straubing: Link, wage es aber dennoch, sozusagen 'Lieblings-Gastronomien' zu benennen:

Die Osteria Antica in der Weißgerbergasse 6 liegt direkt am Fußweg vom Großparkparkplatz 'Am Hagen' zur Stadtmitte - Tel: 09421 180777.

OstriaAntica00003bearbBildschirmfoto 2021 03 21 um 21.01.12

- - - - - - - - Karte vergrößern: Klick   - - - - - - - - - - - - - > zum youtube-Video mit Klick auf das Bild! <- - - - - - - - - -

Bildschirmfoto 2021 03 21 um 21.20.22Bildschirmfoto 2021 03 21 um 21.22.44Bildschirmfoto 2021 03 21 um 21.19.48-

alle Bilder: Osteria antica

 

Seethaler

Der  Seethaler
 - Hotel und Restaurant - liegt im historischen Stadtkern Straubings und ist damit ein idealer Ausgangspunkt für Besichtigungstouren.

Sobald Sie unser Haus betreten, werden Sie die Atmosphäre eines sehr persönlich geführten Traditionshauses spüren. Hier freut man sich über Ihren Besuch, hier sind Sie willkommen.

In Link gibt es ausführliche Informationen über das Hotel sowie über Restaurant "Reumanns Genußwerk"


AsamDas Hotel & Restaurant Asam im Süden Straubings gelegen - Kontakt- und Info-Link - verfügt üaber 101 Zimmern und steht für gepflegte Gastlichkeit in einem ganz besonderen Ambiente: ein niveauvolles Hotel der 4-Sterne-Superior-Kategorie, das auf einzigartige Weise den historischen Charme traditionellen Baustils mit der Ästhetik eines modernen Design-Hotels vereint.
Die Gastronomie zeichnet sich durch moderne bayerische Rezepte aus, die mit regional ausgewählten Zutaten der Saison raffiniert umgesetzt und mit der Leichtigkeit der mediterranen Küche kombiniert werden. Durch eine variierende Speisekarte und wechselnde Empfehlungen wird jeder Besuch im Restaurant zu einem abwechslungsreichen Erlebnis.
Entdecken Sie Ihren Lieblingsplatz und genießen Sie Ihre Zeit im italienisch anmutenden Restaurant „Asams“, in der modernen „Art Bar“, dem kommunikativen Herzstück des Hauses, oder im zünftig bayerischen Agnes-Bernauer-Stüberl. Im Sommer lädt der Biergarten mit Kastanienbäumen, Sonnenterrasse und Remise aus urigem Altholz zum Verweilen ein.
Ein besonderes Schmuckstück ist der historische Quirin-Saal, ein ehemaliges Offizierscasino aus der Gründerzeit. Damals wie heute erweist er sich mit seinem sieben Meter hohen Deckengewölbe, holzvertäfelten Wänden mit Ornamenten und dem original Eichenparkett als idealer Ort für festliche Veranstaltungen jeder Art.

 

WenischSeit 1961 gibt es in Straubing in der Inneren Passauer Str. 59 eine ganz vorzügliche Location mit Genuß-Hotel Wenisch, im Jahr 2011 erweitert mit dem TONI'S - Gasthaus, Grill, Events.

Im Jahr 2012 erwerben die Wenisch den „Muggenthaler Hof“ in der Nähe von Degernbach. Die ersten Wenisch Ochsen halten Einzug. Das Festzelt Wenisch wird zur Ochsenbraterei Wenisch, die ersten Grillochsen stammen bereits vom eigenem Hof.

platz und Saule 1 KopiePlatz und Säule

Der Stadtplatz wird von stattlichen Häusern mit Flachdächern und hohen Treppengiebeln und mit Fassaden von der Spätgotik bis zur Moderne gesäumt. In der Mitte des Theresienplatzes ragt die Dreifaltigkeitssäule empor. Einem Gelübde im Spanischen Erbfolgekrieg getreu ließ die Bürgerschaft im Jahre 1709 auf dem westlichen Stadtplatz dieses prächtige Denkmal errichten, ein donauländisches Kriegs-und Friedensmonument, ein barocker Votivaltar im Freien als Pendant zum gotischen Stadtturm. Die bekrönende Gruppe der Trinität stammt von dem einheimischen Meister Johann Gottfried Frisch, die Figur des Hl. Michael von Franz Mozart. Künstlerisch von hoher Qualität ist die Verkündigungsgruppe des Salzburger Hofbildhauers Bernhard Michael Mandl. Heute ist die Dreifaltigkeitssäule ein Symbol der Ökumene in Straubing.

Bildschirmfoto 2018 03 11 um 11.27.14Straubinger Stimmen

Die vielstimmige Sammlung, bestehend aus 22 Tonspuren zu ausgewählten Orten der Innenstadt, eröffnet den Hörern neue Blicke auf Straubing und gibt Kenntnis von Dingen, die oft verborgen oder vergessen bleiben. Die Originaltöne von Straubinger Bürgerinnen und Bürgern erzählen von historischen Ereignissen, schillernden Persönlichkeiten und der eigenen Ortswahrnehmung - eine hörbare Collage aus Stimmen, die versuchen, vor allem auch blinden Einwohnern und Besuchern, das charakteristische Straubing zugänglich zu machen.

Die Tonspuren können hier per Mausklick, sowie vor Ort über einen QR-Code angehört und im Rathauseingang als Gesamtinstallation erfahren werden.

Großer Dank gilt jeder einzelnen Stimme, die durch ihre persönliche Note ein besonderes und einzigartiges Stadtbild schafft.

Das Audiokunstwerk Straubinger Stimmen wurde in Zusammenarbeit mit der Akademie der Bildenden Künste 2013 von Elena Koch realisiert und von dem Lions Club sowie der Stadt Straubing unterstützt.

Hier und mit Click auf die Grafik geht's zur Seite mit den "Straubinger Stimmen"

Vorbemerkung:

Im Jahr 2013 schufen 22 Straubinger Bürgerinnen und Bürger das Audiokunstwerk Straubinger Stimmen - siehe Beitrag auf dieser Seite. Es wurde in Zusammenarbeit mit der Akademie der Bildenden Künste von Elena Koch realisiert.

----------------------------

Hier nun neue Versionen - ohne aktive Kartenlinks, dafür mit Bildern - geschaffen von RePaLi für Straubing:

Studie 1: Normaldarstellung in Joomla-Beiträgen als HTML-Code - sehr gut geeignet für Darstellung auf Smartphones - Zeichenzahl des Textes an der Bildhöhe orientiert, Umbruch-Kontrolle im Editor!

 

Jakob Sandtner Kleines Stadtmodell StraubingDas Sandtner-Modell im Gäubodenmuseum - Foto: pk

Werner Schäfer: Stadtgeschichte

Werner Schäfer, geboren in Straubing und seit frühester Jugend interessiert an der Geschichte Straubings
Träger der Goldenen Bürgermedaille der Stadt Straubing 2017 - Stadtrat 1974 - 1984 und wieder seit 2008 - nach der Kommunalwahl 2020 zum 3. Bürgermeister gewählt
Er ist Autor zahlreicher Publikationen zur Geschichte und Kulturgeschichte Straubings, darunter mehrerer Bücher zu Agnes Bernauer. Im Jahr 2014 erschien von ihm eine Kunstgeschichte der Stadt Straubing. Er ist Kulturpreisträger des Bayerischen Wald-Vereins 2016.
Jüngste Veröffentlichung: Unbekannter Bayerischer Wald - ISBN: 3862221253 bei Hugendubel

Von Wallfahrern, Wirtshäusern und vom Waldlerleben.
1. Auflage mit zahlreichen Farbabbildungen - Volk Verlag 1. Juli 2016 - gebunden - 272 Seiten

Schloss

 

Das Straubinger Schloss von Norden - Bildquelle: Wikipedia

Ursula Seitz, Josef Krönner: Agnes Bernauer

Ursula Bosl-Seitz ist Gästeführerin in Straubing. Zusammen mit Johannes Ruscheinsky hat sie im Jahr 2020 einen Imagefilm über Straubing gedreht.

Josef Krönner, Konditormeister, gilt als 'Erfinder' der Agnes-Bernauer-Torte

 

 

Stadtturm5Der Straubinger Stadtturm - Bildquelle: Bluval

Dorit-Maria Krenn: Der Stadtturm

Dr. phil. Dorit-Maria Krenn, geb. 1960 in Straubing, studierte Geschichte und Germanistik und ist seit 1991 Leiterin des Stadtarchivs Straubing.

Der Stadtturm in Straubing wurde als Wach- und Feuerturm gebaut. Untypisch für einen Wachturm ist seine Lage mitten in der Stadt, unabhängig von der Stadtbefestigung. Er befindet sich in der Mitte des Stadtplatzes, eines gut 600 Meter langen Straßenmarktes, und teilt diesen in Ludwigsplatz und Theresienplatz.
Begründet ist seine Lage unter anderem darin, dass vom Turm aus die Donau überwacht werden musste, da von den vorbeifahrenden Schiffen Zölle erhoben wurden. Zum anderen diente er als Feuerturm und bot somit vom zentralen und höchsten Ort einen guten Überblick über die gesamte mittelalterliche Stadt.
Entstehung
Die Grundsteinlegung erfolgte 1316. Zwischen 1379 und 1393, zur Zeit des Herzogtums Straubing-Holland, unter der Regentschaft Albrechts II., wurde der achtgeschossige Turm vorerst fertiggestellt. Jedoch wurde er bis ins 16. Jahrhundert ausgebaut, unter anderem wurden die Türmerwohnung und die vier charakteristischen Ecktürme später ergänzt. Ursprünglich stand er frei und ohne Anbauten auf dem Stadtplatz und konnte von allen Seiten durchschritten werden. Diese wurden erst im 15. Jahrhundert hinzugefügt.
Der „Türmer“
Im obersten Geschoss des Turms wohnte Straubings „oberster Beamter“, der Stadttürmer bzw. Wächter. Dieser musste bei Amtsantritt einen umfangreichen Eid schwören, der ihm treueste Pflichterfüllung abverlangte. Neben seiner Haupttätigkeit, nach Feuern Ausschau zu halten, musste er unter anderem auch melden, dass sich mehr als drei Wanderer den Stadttoren näherten. Wenn ein Schiff von der Donau kam, war es seine Aufgabe, eine rote Fahne auszuhängen und als Zeichen für die „Mauther“ den fälligen Zoll einzutreiben. Aus Sicherheitsgründen hatte er zudem die Pflicht, nach jedem Stundenschlag der Uhr die Schläge mit einem Hammerschlag auf der Glocke zu wiederholen, um sicherzugehen, dass er auf seinem Posten ist. Der letzte Türmer verließ 1930 seinen Posten. (Quelle: Wikipedia)

 

 

 

'
'
-----------------------------------------------
Studie 2: Ton- und Bild-Dateien in Tabellen, ungünstig für die Darstellung auf Smartphones

Jakob Sandtner Kleines Stadtmodell Straubing
Das Sandtner-Modell im Gäubodenmuseum - Foto: ....

Werner Schäfer: Stadtgeschichte

Werner Schäfer, geboren in Straubing und seit frühester
Jugend interessiert an der Geschichte Straubings.
Seit dem Jahr ....

SchlossDas Straubinger Schloss von Norden - Bildquelle: ....

Ursula Seitz, Josef Krönner: Agnes Bernauer

Ursula Seitz ...

Josef Krönner, Konditormeister, 'Erfinder' der
Agnes-Bernauer-Torte

uswusf  
 

Straubing - eine Kulturstadt!

Dieser Beitrag will dies durch nachfolgende Aufzählung belegen. Links führen direkt zur - falls vorhandenen - Homepage, in der Regel mit einem Veranstaltungsplan.

Kulturamt Straubing - Theresienplatz 2 - 94315 Straubing - Tel: 0 94 21 / 944-60144 - Fax: 0 94 21 / 944-60274 - E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! - Veranstaltungskalender Stadt Straubing: Link

Bildschirmfoto 2018 03 14 um 06.24.10Agnes-Bernauer-Festspielverein

Karl Weber, 1. Vorsitzender
Tel: 09421-40266 (privat)
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Geschäftsstelle:
Fürstenstraße 20
Postfach 416
94303 Straubing

Homepage: Link

Lt. Straubinger Tagblatt vom 14. 3. 2018 gehören die "Agnes Bernauer Festspiele" zum "immateriellen Kulturerbe" Bayerns

Bildschirmfoto 2018 03 11 um 11.41.42

Konzertfreunde Straubing e.V.

gegründet 1983
Geschäftsstelle: Musikhaus Hirth
Zollergasse 8, 94315 Straubing
Tel/Fax: 09421/12525
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Homepage: Link

Bildschirmfoto 2018 03 11 um 11.46.50

KAMMERCHOR STRAUBING e.V.

Vorsitzender: Stefan Frank
Kremsmünsterstraße 10, 94315 Straubing
Tel.: 09421/430958, Fax.: 09421/430958
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Homepage: Link

Bildschirmfoto 2018 03 11 um 15.48.35Paul-Theater e. V.

Burggasse 17
94315 Straubing
1. Vorstand: Brigitte Vogel
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel.: 09428/260605
Web: Link

   

Bildschirmfoto 2018 03 11 um 12.22.21Theater am Hagen

Anschrift des Theaters / der Hausverwaltung:
Am Hagen 61
Telefon: 0162 / 97233205

Spielplan: Link

Rittersaal

Schlachthof

Fraunhofer-Halle

---------- ----------
Bildschirmfoto 2018 03 11 um 17.12.25The Raven - Bar & Live Musikbühne
Inhaber: Alfred Dick
Rosengasse 34
94315 Straubing
Telefon: 0178 / 411 39 51 & 0163 / 600 12 56
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Web: Link

Kraftzentrale

   
------------ -----------
Figurentheaterfestival
Klassik an der Donau
Bluval
 

Moses in St. JakobDie Jakobskirche

Die päpstliche Basilika minor St. Jakob und St. Tiburtius in Straubing gehört zu den  herausragenden Sakralbauten im Gebiet der niederbayerischen Donau. Die ehemalige Stiftskirche und heutige Stadtpfarrkirche darf in vielerlei Hinsicht als „Königin der Kirchen Niederbayerns“ gelten. In ihrer geschichtlichen und architektonischen Entwicklung und ihrer außerordentlich reichen Ausstattung spiegelt sich die lokale, regionale und bayerische Kunstgeschichte vom späten Mittelalter bis zur Moderne wider. Begonnen in den Jahren nach 1400 durch keinen geringeren als Hans von Burghausen wurde St. Jakob zu einer der großen backsteingotischen Hallenkirchen Süddeutschlands. St. Jakob weist hervorragende Grabdenkmäler auf und Werke von bekannten Künstlern wie Michael Wolgemut, Hans Holbein d. Ä., Cosmas Damian und Egid Quirin Asam. Der Zyklus von Glasfenstern aus dem Ende des 19. und beginnenden 20. Jahrhundert gehört zu den wichtigsten seiner Art in ganz Bayern. Das Moses-Fenster nach Entwurf von Albrecht Dürer zählt zu den epochalen Werken der Glasmalerei um 1500.

Am Sonntag, den 13. Dezember 2020, war es endlich so weit:

Sonntag, 13.12.2020, 11 Uhr 30 Basilika St. Jakob 3. Advent - Pastoralbesuch von Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer.

Zum 3. Advent erklang zum ersten Mal die gesamte Orgelanlage mit Werken von Johann Sebastian Bach, Max Reger, Félix Alexandre Guilmant
Teile aus der Missa Festiva von Alexander Gretchaninoff
Orgel: Gerhard Siegl, Orgelsachverständiger der Diözese Regensburg
Bläserquartett unter der Leitung von Paul Windschüttl
Vokalensemble
Leitung: Annette Müller

StJakobOrgelHauptFernwerk

 

Bischof Rudolf Voderholzer erlebt hocherfreut anl. der Amtseinführung des neuen Stadtpfarrers von St. Jakob, Msg. Johannes Hofmann, nun auch das Fernwerk und die Chororgel der neuen Orgel der Orgelbaufirma Eule aus Bautzen zu erleben. Das Hauptwerk hatte am 19. Juli noch Stadtpfarrer Msg. Jakob Hofmann geweiht.

Stadtrat Werner Schäfer besorgte als Schriftleiter eine ausführliche Festschrift. In ihr zitiert er Oberbürgermeister Markus Pannermayr: 

„Möge uns nun die 'Königin der Instrumente' in der 'Königin der Kirchen Niederbayerns' viele Jahre und Jahrzehnte erfreuen und im Gesamtkunstwerk St. Jakob zur höheren Ehre Gottes vom Pianissimo bis zum Fortissimo erklingen.“

Die Orgelweihe vom 19. Juli 2020 ist von RePaLi in einem kleinen youtube-Video dokumentiert:

 

 

Foto: Werner Schäfer
Erste Eindrücke des Gesamtklanges gibt es demnächst. Leider gibt es aber keinen Mitschnitt aus diesem Gottesdienst und die Neuaufnahme verzögert sich coronabedingt.

 

St. PeterDie Basilika St. Peter


Der mit Mauern umwehrte Friedhof St. Peter, östlich des heutigen historischen Zentrums im ehemaligen Alt-Straubing zählt zu den bedeutendsten Kirchhofanlagen im deutschsprachigen Raum. Gegen Ende des 12. Jahrhunderts entstand die dreischiffige Pfeilerbasilika St. Peter. Die romanische, dem Typ nach alpenländische Basilika ohne Querhaus, ist ein architektonisches Zeugnis der Stauferzeit.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
KN 15
Der Innenraum wurde mehrfach verändert. Er erlebte am Ende des 17. Jahrhunderts eine grundlegende Barockisierung, im 19. Jahrhundert eine Umwandlung in neuromanische Formen und in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts eine Purifizierung im damaligen Zeitgeschmack. Zwei mittelalterliche Bildwerke verdienen besondere Beachtung: der lebensgroße spätromanische Christus und die gotische Pietá aus einem fränkisch-thüringischen Werkkreis, die neben den Vesperbildern von Coburg und Salmdorf in die bayerische Spitzengruppe dieser Andachtsbilder aus der Zeit um 1330/40 gehört.

Friedhofskapellen BernauerkapelleDie Friedhofskapellen

Im Friedhofsareal erheben sich auf engem geschlossenem Raum neben der Basilika drei funktionell und architektonisch unterschiedliche gotische Kapellen. Der doppelgeschossige alte Karner mit Beinhaus und Kapelle Unserer Lieben Frau ist eine typische Anlage der Zeit um 1300. Die Agnes-Bernauer-Kapelle besitzt als Gedenkbau für die 1435 im Auftrag Herzog Ernsts I. in Straubing ertränkte, unebenbürtige Gattin Herzog Albrechts III. einen außergewöhnlichen historischen Wert als „Staatskapelle“. Sie birgt eine Fülle von qualitätvollen Grabdenkmälern des 15. bis 17. Jahrhunderts. Herausragend ist der Epitaph für Agnes Bernauer mit einer beeindruckenden Darstellung der Verstorbenen. Die Toten- oder Seelenkapelle, der ehemalige Karner von 1486, beherbergt einen Totentanzzyklus von 1763, der in Rokokoformen noch in der großen und europaweiten Tradition des mittelalterlichen Totentanzes steht und die Jahrhunderte lange Entwicklung der Totentänze monumental abschließt.

Die Grabdenkmäler im Friedhof St. Peter

Unter den über 1000 Grabdenkmälern des Friedhofensembles, die aus sieben Jahrhunderten stammen, finden sich viele spätgotische und neuzeitliche Epitaphien aus Rotmarmor, Kalk – und Sandsteinen mit heraldischen und figürlichen Darstellungen. Der Friedhof ist nicht zuletzt wegen seines reichen Bestandes an schmiedeeisernen Grabkreuzen vom 17. bis 19. Jahrhundertweithin bekannt. Historismus und Neugotik dokumentieren sich in zum Teil monumentalen Steindenkmälern. Meterhohe vier – bis achtkantige Säulen mit Kreuzblume oder Figuren, Steine mit Spitzbogen – oder Baldachinarchitekturen, einfachere Stücke mit Maßwerkverzierungen, Halbsäulen, Wimpergen und Krabben bilden eine beachtliche Gruppe an diesem Ort der Ruhe und Beschaulichkeit, in dem sich Kultur und Natur in außergewöhnlicher Weise verbinden.

Die Karmelitenkirche Hl. Geist

B55

Das mächtige Gotteshaus des Bettelordens der Karmeliten, zugleich Hofkirche und eine Grablege der Herzöge von Bayern-Straubing-Holland, wurde nach Niederlassung der Brüder in Straubing (1368) begonnen und um 1430 geweiht. Dem Langchor des Hans Krumenauer fügte Hans von Burghausen den hoch aufstrebenden dreischiffigen Hallenraum an. Unter den wertvollen spätgotischen Grabdenkmälern kommt dem Hochgrab für Herzog Albrecht II. als einem Hauptwerk des Weichen Stils in Deutschland besonders große Bedeutung zu. Eine erste Phase der Barockisierung führte zwischen 1700 und 1710 zur Errichtung einer Westfassade mit Turm und zur Umwandlung des Innenraums unter Wahrung der Hallenarchitektur. Architekt war Wolfgang Dientzenhofer, die qualitätvollen Stuckaturen stammen aus der Carlone-Werkstatt. Einer zweiten Phase der Barockisierung gehört der gewaltige Bau des Hochaltars von 1741/42 an, mit einem Altarblatt von Michelangelo Unterberger.

nach Zeiten der Ungewissheit über die Zukunft der Kirche:

Wird 2020 die Karmelitenkirche Universitätskirche der TU München?

Jedenfalls fand anlässlich der Eröffung des Jubiläums-Bluval 2019 ein Festgottesdienst mit TUM-Chor und -Orchester unter der Leitung von Prof. Felix Mayer statt - an der Orgel: TUM-Präsident Prof. Wolfgang Herrmann:

Nachtrag: pk, 9/2019

UrsulinenkircheStraubing und die Gebrüder Asam

Kaum eine andere Stadt war so eng mit dem Schaffen der bedeutendsten Künstlerfamilie des altbayerischen Barocks verbunden wie Straubing: mit der Familie Asam. Vor den Toren der Stadt, am Beginn des heutigen Stadtparks, war Hans Georg Asam als Freskant in der Wallfahrtskirche Frauenbrünnl tätig. Er versah im Jahre 1707 die Deckengewölbe des kleeblattförmigen überkuppelten Zentralbaus mit einer bunten Bilderwelt. Nicht weniger als acht Altargemälde von Cosmas Damian Asam finden sich in Straubinger Sakralbauten, darunter in der Schutzengelkirche das älteste erhaltene des Künstlers aus dem Jahr 1713.Mit dem jüngeren Bruder Egid Quirin arbeitete er auch in Straubing zusammen. Den Schlusspunkt des gemeinsamen Lebenswerkes bildete die Klosterkirche der Ursulinen (1736 – 1741). Egid Quirin als Architekt, Stuckator und Bildhauer, Cosmas Damian als Ölmaler und Freskant schenkten Kloster und Stadt mit diesem Zentralbau und seiner genialen Verknüpfung von Architektur und Ausstattung ein Juwel des Spätbarocks am Übergang zum Rokoko. Cosmas Damian verstarb über diesem letzten Kirchenraum, Egid Quirin vollendete ihn.

SchlossDas Herzogsschloss an der Donau

Zwischen 1353 und 1425 war Straubing die bayerische Hauptstadt des Herzogtums Bayern-Straubing-Holland, das aus der Erbmasse Kaiser Ludwigs des Bayern entstanden war. Halb Niederbayern mit Straubing und die Grafschaften Hennegau, Holland, Seeland und die Herrschaft Friesland bildeten ein selbstständiges Herzogtum des Hauses Wittelsbach. Zwar regierten die Herzöge meistens im fernen Den Haag, doch hatte auch Straubing großen Anteil an den politischen und kulturellen Verbindungen dieses Fürstentums von europäischem Format. Der ausgedehnte Komplex des Burgschlosses an der Donau wurde 1356 von Herzog Albrecht I. begonnen. Er war Wohn- und Verwaltungssitz, Finanzbehörde und Festungsbau. Herzog Johann III. erweiterte den sogenannten Rittersaal im Fürstentrakt an der Donau zu einem der größten seiner Art in ganz Deutschland. Im Straubinger Schloss war auch das Salzamt untergebracht und in der Mitte des 15. Jahrhunderts wurde der „groß Salzstadl“ als Lagerstätte für das über Inn und Donau angelieferte Salz errichtet. Seit 1999 beherbergt das mächtige Gebäude die Stadtbibliothek und das Stadtarchiv.

AgnesBAgnes Bernauer

Straubing war auch einmal der Schauplatz einer tragischen Liebesgeschichte zwischen Agnes Bernauer, einer Frau aus niedrigem Stand und dem Münchner Thronfolger Herzog Albrecht III. Am 12. Oktober 1435 wurde die Bernauerin auf Befehl von Albrechts Vater, Herzog Ernst I. in der Donau bei Straubing ertränkt. Vermutlich mit Albrecht ehelich verbunden, wurden ihr die gesellschaftliche Herkunft und die adelige Familien- und Staatsraison zum Verhängnis. Vergessen wurde sie nicht. Besonders am wichtigsten Ort ihres Lebens und Sterbens, in Straubing, wird ihr Gedächtnis bewahrt. Alle vier Jahre finden hier im Hof des Herzogschlosses die „Agnes-Bernauer-Festspiele“ statt. Rund 200 Laiendarsteller lassen in einem Historienspiel die Ereignisse aus dem späten Mittelalter wieder lebendig werden.

Bildschirmfoto 2019 06 23 um 09.31.25(pk) Im Jahr 2019 finden sie wieder statt, die im vierjährigen Rhythmus vom Agnes-Bernauer-Festspielverein aufgeführten Agnes-Bernauer-Festspiele. Am Samstag, den 21. Juni, war mit dem neuen Stück von Teja Fiedler unter der Regie von Andreas Wiedermann Premiere. Der Schirmherr, Ministerpräsident Dr. Markus Söder, ließ es sich nicht nehmen, zu diesem Anlass nach Straubing zu kommen und den rund 130 Laiendarstellerinnen und -darstellern zuzusehen.

Nähere Informationen, etwa zum Spielplan und Kartenvorverkauf, gibt es auf der Webseite des Festpielvereins: Link.

 

Roemischer SchatzfundRömerzeit in Straubing

Dort wo sich heute im Osten der Stadt ein Hafen und Industriegebiete an der Donau ausdehnen und im Westen das ökologische Ausgleichgebiet von Straubing-Öberau die Welt der Flora und Fauna erhalten soll, lebten schon vor 7000 Jahren Menschen in flussnahen Behausungen, verweisen Funde aus allen Epochen der Vorgeschichte auf frühe Siedlungstätigkeit. Die Kelten nutzten die Lage am Fluss für die Anlage eines wohl bedeutenden Oppidums, dann stießen die Römer an die Grenze des Imperiums vor, den nassen osträtischen Donau-Limes. In der 400jährigen römischen Geschichte Straubings verbinden sich historische und kulturelle Ereignisse und Strukturen eines bedeutenden Grenz-, Kastell- und Hafenortes  mit den allgemeinen Entwicklungen des Imperium Romanum. Nach der ersten Besitzname durch römische Streitkräfte um die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. wurde das Land an der Donau geprägt von Blütezeiten aber auch kriegerischen Auseinandersetzungen. In Phasen der Prosperität entstanden Steinkastelle für bis zu 1500 Soldaten, in der Spätantike übernahm eine burgartige Anlage den Schutz der Donaugrenze. Die römische Abteilung im Gäubodenmuseum Straubing legt Zeugnis ab von dieser langen Epoche. Sie ist eine der umfangreichsten ihrer Art in Bayern. Der sogenannte „Römische Schatzfund von Straubing“ ist eine einzigartige Sammlung von Gesichtsmasken, Beinschienen, Kniekacheln und Rossstirnen, vornehmlich verwendet für Turniere und feierliche Aufzüge, doch wohl auch für kriegerische Einsätze. Der „Schatzfund“ aus der Mitte des 3. Jahrhunderts ist ein international anerkanntes Kleinod der provinzialrömischen Archäologie.

Gaubodenvolksfest KopieStraubing – Das Gäubodenvolksfest

Das Straubinger Gäubodenvolksfest begann gemäß königlichem Dekret im Jahre 1812 als landwirtschaftliches Vereinsfest für den Unterdonaukreis. Aus der ehemaligen Leistungsschau der Landwirtschaft wurde im Laufe des 19. Jahrhunderts immer mehr ein Veranstaltung mit gastronomischen Angeboten und einem Vergnügungspark. Heute gilt das Fest, das jedes Jahr im August mehr als eine Million Besucher zählt, nach dem Oktoberfest in München als traditionsreichstes und größtes seiner Art in Bayern. Zugelassen als Festwirte und Brauereien in den sieben Bierzelten mit gut 25000 Sitzplätzen sind nur einheimische Wirte und Betriebe, die spezielle Volksfest-Starkbiere herstellen. Mit dem „Hagen“ direkt am Nordrand des historischen Zentrums steht ein ideales Areal zur Verfügung, das sonst als kostenfreier Großparkplatz genutzt wird. Ein wichtiger Bestandteil des Gäubodenvolksfestes ist neben zahlreichen Sonderveranstaltungen die Ostbayernschau mit ca. 700 Ausstellern auf rund 60.000 m² Fläche, die ein umfangreiches Sortiment von Haushaltsartikeln bis Großmaschinen anbieten. Die Straubinger sehen in ihrem „Volksfest“ die fünfte Jahreszeit und bezeichnen es gern als „ein Trumm vom Paradies“.
Was kaum vorstellbar ist, ist im Jahr 2020 - und vielleicht sogar im Jahre 2021 - Wirklichkeit geworden: Das Paradies ist zugesperrt.
Grund war 2020 die grassierende Covid-Pandemie - der schließlich auch das Münchner Oktoberfest zum Opfer fiel, und für das Jahr 2021mgibt es schon erste Absagen: Starkbieranstich auf dem Nockher-Berg - zumindest ohne die Derbleckten, Maidult in Regensburg - wenn überhaupt, dann dezentral, Gillamoos in Abendsberg im September - höchst unsicher, Gäubodenvolksfest in Straubing - lt. idowa vom 19. März 2021: praktisch abgesagt, uvam: praktisch abgesagt!

Dieser Titel "a Trumm von Paradies" ist einem Gedicht von Max Peinkofer (*1891 in Tittling, +1963 in Zwiesel, 1923 -1928 Schulleiter in Niederalteich) entnommen: "Was  'sVolksfest z'Straubing is?". Eine Beitrag über Peinkofer findet sich auch unter kulturschaffende Menschen in RePaLi: Link.
Das Gedicht wurde RePaLi von der Stadtführerin Ursula Bosl-Seitz zur Verfügung gestellt und ist hier als pdf downloadbar. Ein gewisser Markus MAC und Paul CHIAHUAHUA haben

"Neamd kann ́s sagn und neamd woaß gwiß,
wia ́s Volksfest z ́Straubing entstandn is!
Da derfst an jedn Professor fragn;
es kann dirs koaner meldn und sagn."

auf Band' gesprochen:

 

Allerdings hat Markus gewisse Probleme mit dem niederbayerischen Dialekt, z.B. bei "Ne:amad" oder bei "ko:aner". 
Sollte ein Leser des Gedichts des Dialekts mächtig sein, könnte er es aufs Smartphone sprechen und RePaLi zur Verfügung stellen.