Besiedlung

Dies folgenden Beiträge versuchen einen Überblick zu geben über

  • die frühe Besiedelung des Planeten Erde durch die Hominae,
  • die jüngere Besiedlungsgeschichte des Donaurandbruches bis in unsere Tage und auch eine
  • spektulative Vorausschau auf künftige Wege der Evolution des Menschen auf Grundlage des "Homo Deus" des israelischen Historikers und Philosophen Yuval Noah Harari
  • "Der Mensch schafft sich ab" - von Prof. Harald Lesch, ähnlich wie "Homo Deus" von Harari, nur ein wenig leicht zu lesen, gespickt mit Fakten und Zahlen, aber auch Meinungen ... - siehe Literatur-Menü

Eine ZDF-Doku in der Reihe Terra X vom 26. Mai 2018 faltet fast die gesamte Besiedlungsgeschichte des Planeten auf: Ausgehend von Afrika - nach der sog. out-of-africa-theory - bis in unsere Tage:

 
Eine Zusammenstellung der zeitlichen Abläufe - mit Vor- und Nachsacau - mag die Inhalte dieser grandiosen Doku übersichtlich machen:
Geburt des Planeten Erde vor ca 4,6 Mrd. Jahren – Bildung einer festen Kruste nach etwa 200 Mio. Jahren – erstes Leben ca 800 Mio. J nach Geburt der Erde, also vor 3,8 Mrd. J – Urkontinent Pangaea vor ca 300 – 150 Mio. J – vor etwa 4 Mio. J Aufspaltung des gemeinsamen Vorfahrens in die Hominiden und die vor ca 3 Mio. J Lucy, „Urmutter des Menschen“ in Äthiopien gefunden: Aufspaltung in Affenmenschen und Menschenaffen –
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vor etwa 2 Mio. J Auftreten des homo erectus in Afrika, fertigt Faustkeile – vor 1 Mio. J verlässt homo erectus Afrika – vor 780 TJ zähmt homo erectus das Feuer …. – vor ca 600 TJ homo heidelbergensis (in Europa?) – dieser stellt vor 300 TJ bereits Waffenspeere her – parallel dazu tritt in Afrika vor etwa 200 TJ eine neue Spezies, der homo sapiens auf – dieser tritt im Nahen Osten vor etwa 100 TJ auf, in Europa, Südostasien und Australien vor etwa 40 TJ - aus dem homo erectus entwickelt sich der homo neandertalensis (75 – 35 TJ) – dieser hat bereits ein Zungenbein und trägt das Sprachgen FOX P2 in sich – Der „Alte Mann von La Chapelle“ weist auf einen Totenkult des Neandertalers um 60 TJ hin - vor ca 32 TJ verdrängt der homo sapiens den homo neandertalensis – Skulptur Löwenmensch ca 40 TJ alt - Venus von Willendorf um 30.000 v. Chr. eines der ältesten kultischen Werkes des homo sapiens, auch kultische Höhlenmalereien entstehen (Fundorte: Höhlen der schwäbischen Alb) – er erfindet die Nähnadel, war in der Lage, sich Kaltzeiten anzupassen – vor 12 TL endet die letzte Kaltzeit, es beginnt eine Warmzeit – in Anatolien entsteht der erste Monumentalbau Göbekli Tepe des homo sapiens – dort finden rituelle Feste statt – der homo sapiens domestiziert Getreide, wird seßhaft, errichtet feste Häuser, töpfert – vor 9 TJ Catalhöyük, erste Großsiedlung der Weltgeschichte mit ca 2500 Bewohnern, ist 2 TJ bewohnt mit rituellen Festen – vermutlich ist diese Neolithische Revolution (erstmaliges Aufkommen von Ackerbau und Viehzucht, der Vorratshaltung und der Sesshaftigkeit) - vor ca 7,5 TJ durch Zuwanderung aus Anatolien nach Europa gelangt – an verschiedenen Orten neues Zeitalter der Metallurgie um 9 TJ – Herausbildung von Eliten um 5. JT v. Chr., Goldschatz von Varna in Bulgarien – Erfindung der Schrift in Uruk in Mesopotamien im 4. JT v. Chr.: Das Gilgamesch-Epos

Besiedlungsspuren in der engeren Heimat des "Schlichtvereins": 

Im Heimatbuch der Gemeinde Steinach von Hans Agsteiner kann man lesen, dass man in der (Buchberg-)Höhle in Münster Besiedlungsspuren vorfindet. Agsteiner schreibt: "Menschen von der Art des Neandertalers sind hier als Sammler und Jäger bereits um ca 80.000 vor Christus nachgewiesen".

Buchberg


Nachfragen und -forschungen bringen aber folgendes zu Tage: Ernst Probst schreibt in: Löwen im Eiszeitalter, Hamburg 2015, auf Seite 156/7: "Buchberghöhle bei Münster (Kreis Straubing-Bogen) nördlich von Straubing in Niederbayern: die damals bereits zum größten Teil zerstörte Höhle am Buchberg bei Münster wurde 1920 durch den Münchner Prähistoriker Ferdinand Birkner (1868.1944) untersucht. In dieser Höhle hatten sich Neandertaler aufgehalten. Die Buchberhöhle wurde 1926 von Max Schlosser als Höhlenlöwenfundort erwähnt".

 Die Originalarbeit von F. Birkner findet sich im Jahresbericht Band 22 (1919) des Historischen Vereins Straubing:  Birkner, F. - Ebner, Franz: Ausgrabungen. a) Die Untersuchungen auf dem Buchberge bei Münster.

Allerdings enthält diese Arbeit keinerlei Hinweise auf Besiedlungsspuren der Buchberghöhle für einen Wohnaufenthalt für Menschen nach der Tertiärzeit. Dies ist ein Zeitraum von etwa 65 Mio Jahren und dauerte etwa 63 Mio Jahre. Vor 2,6 Mio Jahre beginnt nach heutigem Stand der Wissenschaft das Zeitalter des Quartär.

Birkner schreibt darin, dass zur Festellung der dort gefundenen, 'fraglichen' Steinwerkzeuge beschlossen wurde, mit Mitteln der akademischen Kommission für Höhlenforschung in Bayern am 25. August yyyy mit Grabungen zu beginnen. 

 

 

 

 

 

 

Hier nun ein Ausschnitt aus dem Beitrag von "F. Birkner - München" im JHVS 22, 1919, Seite 9 - siehe nachfolgendes Bild:

Birkner

 "... Der Höhleneingang, zu welchem man von zwei Seiten aus gelangen kann, liegt etwa 1 m unter der Oberfläche. Die Höhle selbst kann ihrer jetzigen Lage nach nicht als Wohnstätte des Menschen in Frage kommen; dagegen wäre es denkbar, dass der Eingang früher einmal frei gewesen ist und nur im Laufe der Zeit durch Felseinstürze verschüttet worden und dann allmählich zugewachsen wäre. Um festzustellen, ob diese Annahme richtig ist, wurde von dem Höhleneingang in die Tiefe gegraben. Es zeigte sich schon im Laufe des ersten Tages, dass die Bodenschicht vor dem Eingang nicht aus eingestürzten Trümmern entstanden ist, sondern aus ungestörter teritärer Altüberdeckung besteht. Es fanden sich bis zu 2 m Tiefe weder Scherben noch Tierknochen, noch Feuersteinwerkzeuge, dagegen Eisenerzstücke, wie sie in der Altüberdeckung auch anderweitig vorkommen. Es war dem nach zu keiner Zeit nach der Tertiärzeit vor dem Höhleneingang die Möglichkeit für Menschen gegeben, dort zu wohnen. Wir haben es mit einer Spalthöhle zu tun, die durch Deckeneinsturz sich nach außen öffnete. wie sich aus den Aussagen des Grundbesitzers ergab, scheint dieser Vorgang erst vor verhältnismäßig kurzer Zeit erfolgt zu sein, die dabei entstandene geringe Öffnung erhielt dann durch künstliche Erweiterung die heutige Gestalt."

 

venusfigurDie "Venus von Willendorf", gefunden eben in Willendorf in der Wachau bei Krems in Niederösterreich, ist noch dem östlichsten Bereich des "Donaurandbruches" zuzuordnen und wird in die Zeit datiert, in der nach aktuellem Wissensstand Homo sapiens den Homo neandertalensis in Richtung Westen verdrängt hat.

Das hier folgende Abstract stammt aus der originalen Publikation über Grabungs-Funde in Willendorf II:

BlickInsDonautal

BesiedlungDoRaBruV2Die ältesten menschlichen Spuren stammen von den Randhöhen des Böhmerwaldes und weisen in die unvorstellbar frühe Zeit der Neandertaler bis vor 50.000 Jahren zurück. Mit der Wiedererwärmung nach der letzten Eiszeit fanden die Jäger und Sammler vor allem in der Donauebene sehr günstig Lebensbedingungen. Kräuterreiche Auwaldböden zogen Wild aus den höher liegenden Waldungen hinunter an den Strom. Der Fischreichtum sicherte ganzjährig die Ernährung. Fundstücke aus dem gesamten Donauraum weisen auf erste bäuerliche Besiedlung vor ca. 10.000 Jahren hin. Seit dem Beginn der Jungsteinzeit vor etwa 6.000 Jahren sind das Donautal und die Hochterrasse des Gäubodens dauerhaft besiedelt. Während Ackerbau auf trockenen, höheren Lagen vorherrschte wurde in den feuchten Niederungen Rinder- oder Pferdehaltung betrieben.Auf den hochwasserfreien Isarterrassen in Enzkofen. aber auch auf dem Natternberg bei Deggendorf, bestanden vor mehr als 6.000 Jahren Siedlungen einer Kultur, deren Merkmal die "Linearbandkeramik" war. Bei Aiterhofen/Ödmühle nahe Straubing konnte der größte Friedhof der frühen Jungsteinzeit ausgegraben werden. Um 2.000 v. Chr. war der Bogenberg ein mit kilometerlangen Erdwällen befestigter Stützpunkt der Bronzezeitleute. Die eindringenden Kelten, die das Eisen brachten, ließen sich auch in den Hanglagen des Vorwaldes nieder, sie schufen dort bis heute bestehende Siedlungen. Insgesamt beweisen Funde aus Jungsteinzeit, Bronze- und Eisenzeit, wie auch Kastelle der Römer, z.B. Sorviodurum bei Straubing sowie Grabfunde der Bajuwaren ab dem 5. Jahrhundert eine dauernde Besiedlung der Donauebene bis zur planmäßigen Erschließung großer Waldgebiete durch die Agilolfinger, die eigentlichen Begründer Bayerns.

Quelle: Infotafel auf dem Grandsberg bei Schwarzach, Ausgangspunkt einer Wanderung auf den Hirschenstein - 1024 m üNN - mit weitem Ausblick über den bayerischen Wald, das Donautal und - bei guter Sicht - bis in die Alpen

Auf der linken Donauseite siedelten seit Jahrhunderten Volksstämme, welche unter dem Sammelbegriff "Germanen" zusammengefasst werden: ehemalige Stämme in Mitteleuropa und im südlichen Skandinavien, deren Identität in der Forschung traditionell über die Sprache bestimmt wird. Kennzeichen der germanischen Sprachen sind unter anderen bestimmte Lautwandel gegenüber der rekonstruierten indogermanischen Ursprache, die als germanische oder erste Lautverschiebung zusammengefasst werden. Das von den Germanen bewohnte Siedlungsgebiet wird entsprechend als Germanien bezeichnet. Erlebbar wird germanisches Leben etwa in der "Nibelungensage" - bestens dargeboten im Nibelungen-Museum Worms - und in Richard Wagners "Ring".

Die "Kelten" siedelten Jahrhunderte vor der Zeitenwende etwa im heutigen östlichen Frankreich, in den sog. "Hallstatt-Kulturen" auch im Alpenraum und auch um 500 v. Chr. in dem keltischen Oppidum Sorviodurum. Sie wurden aber in grausamen Kriegen von den in südwestliche Richtung vordringenden Germanen und den nach Norden vordringenden Römern undunterworfen. Im Kelten- und Römermuseum in Manching bei Ingolstadt werden diese beinahe tausend Jahre Geschichte der Kelten bestens dargestellt: Link

Geprägt wird die Besiedlung auf der rechten Donauseite nicht nur des Donaurandbruches um die Zeitenwende durch die Römer und ihre Kastelle wie etwa in Eining (), Regensburg (Ratisbona), Straubing (Sorviodurum), Künzing (Quintana), Passau (Batavis), Linz (Lentia) und etwa Enns (Lauriacum). All diese römischen Lager werden ausführlich beschrieben in der "Römer-Route" von RePaLi.

Schließlich wird die Besiedlungsgeschichte Straubings um die Zeitenwende und darüber hinaus ausfürhliche in einem Wikipedia-Artikel (in Kap 3 vom Altertum bis ins 21. Jahrhundert) und sehr anschaulich dargestellt im Gäubodenmuseum Straubing: Link

PlunderungRomsDas römische Sorviodurum mit seinen Kohorten I - IV und einigen hundert 'syrischen' Bogenschützen sowie das Vicus von Straubing als 'bedeutendes Wirtschaftszentrum' wurde wohl erstmals in den sog. Markomannenkriegen zum Ende des zweiten nachchristlichen Jahrhunderts zerstört. 

Dieser Abschnitt beginnt mit der Besiedlung des Donauraumes nach dem Rückzug der Römer um 300 n. Chr. - mit dem Höhepunkt der Eroberungs und Plünderung Roms im Jahre 455 durch die Westgoten unter Allarich I.  im Zuge der Völkerwanderung - ca 400 - 600 n. Chr.

Bild: Fantasiedarstellung des 19. Jahrhunderts

Die Herausbildung des Stammes der Bajuwaren liegt allerdings ziemlich im Dunkel der Geschichte. Bisweilen werden sie als die Findelkinder der Völkerwandung bezeichnet. Heute kennt man die Eltern und auch den Paten, der schützend seine Hand hielt über die Wiege des Bajuwaren-Stammes: Es war der Ostgotenkönig Theoderich (450–526), der Angehörige verschiedenster Germanen-Stämme in Altbayern ansiedelte. Die meisten von ihnen waren Flüchtlinge – die zahlenmäßig größte Gruppe stellten im Gebiet des Landkreises Landshut Alemannen aus dem heutigen Baden-Württemberg und dem Elsass: Link

 

 

 

BaiuwarenIm GaubodenmuseumSR 2Seit September 2018 gibt es im Gäubodenmuseum in Straubing eine neue Abteilung: Baiern gefunden! So gilt es nun als gesichert, dass Straubing als markantes Beispiel dieser neuen Zeit nach dem Ende des römischen Reiches fast übergangslos zum einem Siedlungszentrum dieses sich herausbildenden Stammes der Bajuwaren wurde.
Die Präsentation der häufig überregional bekannten Stücke - insbesondere aus den Gräberfeldern Bajuwarenstraße und Hochwegfeld - schafft eine neue Attraktion für Straubing. Besucher erhalten einen Überblick zur Gräbervielfalt des 6. bis 9. Jahrhunderts im Straubinger Boden, über die vielen kulturellen Einflüsse, die auf die frühen Baiern gewirkt haben: So entsteht ein Bild des frühen Bayern. Die baierische Frühgeschichte fokussiert sich in der Straubinger Altstadt auf Basilika und Friedhof von St. Peter, wo seit der Spätantike Siedlungen und Gräberfelder nachzuweisen sind. Dort lässt sich auch der Name Strupinga / Straubing zum ersten Mal nachweisen. Bild: Webseite des  Gäubodenmuseums: Link

 

 

 

 

 

Ein bedeutendes Datum für Straubing nach mehreren Jahrhunderten mit nur wenigen Daten war:

  • 897 - die erste urkundliche Erwähnung Straubings („Strupinga"), einer durch Wall und Graben geschützten Siedlung (sog. „Altstadt")
  • 1029 - die Schenkung des Königsgutes Strupinga an das Augsburger Domkapitel
  • um 1180 - der Baubeginn der romanischen Basilika St. Peter
  • die Gründung der "Neustadt" im Jahre 1218 durch Ludwig den Kelheimer.

Eine Einwohnerzahl wird geschichtlich überliefert durch durch Daten aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges: Rund 1800 der 4000 Einwohner fielen 1633 der schwedischen Besatzung unter Bernhard von Weimar oder der miteingeschleppten Pest zum Opfer.

Um 1840 hatte Straubing gut 10.000 Einwohner, um 1900 etwa 20.000, um 1939 gut 30.000 Bewohner.

Eine größere Zuwandungswelle nach dem zweiten Weltkrieg durch Flüchtende aus dem Osten, also etwa Schlesien oder Sudetenland brachte Straubing auf mehr als 40.000 Einwohner, Eingemeindungen und wirtschaftliches Wachstum um die Jahrtausendwende auf derzeit beinahe 50.000 Menschen.

Im aufblühenden Wirtschaftswunder holte die BRD, also auch By, zahlreiche Gatarbeiter aus Italien und der Türkei etwa nach Deutschland. In jüngster Zeit sind nach Bayern eine größere Zahl Flüchtende aus den Kriegs- und Armutsgebieten der Welt in das Gebiet des Donaurandbruches gelangt:

Zahlen für Stadt und Land Straubing:
Der Ausländeranteil stieg von 10,6 % im Jahre 2014 auf 15,9 % im Jahre 2017.
offizielle Zahlen für das Jahr 2016 nach dt. Nationalität/Ausländer: 
Stadt Straubing: 40.590 / 6.552
Landkreis Straubing-Bogen: 92.935 / 6.286

Größere Auswanderungswellen erlebte die Region um 1850:
Bildschirmfoto 2018 06 16 um 16.13.19Quelle; Angelika Maria Albrecht, M. A.:Link

Resumee:

......

 

 

Yuval Noah Harari legt in "Homo Deus" eine "Geschichte von Morgen" vor, nach der schon in unseren Zeiten diese neue Gattung die aktuelle Menschenspezies homo sapiens ablösen könnte:

Buchzusammenfassung

Next step: Homo deus

Erstmals in der Geschichte muss sich ein Großteil der Menschen nicht mehr den Kopf darüber zerbrechen, wie sie Hunger, Krankheit und Krieg überleben sollen. Weit mehr Menschen sterben an Fett­lei­big­keit, Krebs und Herzleiden als an Un­ter­ernäh­rung und In­fek­ti­ons­krank­hei­ten. Die Wahr­schein­lich­keit, durch Krieg oder Kri­mi­na­li­tät ums Leben zu kommen, ist – von wenigen Ausnahmen abgesehen – dramatisch gesunken. Diese bei­spiel­lo­se Er­folgs­ge­schich­te lässt die Menschen nach neuen Zielen streben:

Un­sterb­lich­keit: Lange galt der Tod als un­ver­meid­ba­rer Schritt auf dem Weg ins ver­hei­ßungs­vol­le Jenseits. Heute betrachten wir ihn als lösbares, technisches Problem. Einige, darunter die Wis­sen­schaft­ler im Goog­le-Sub­un­ter­neh­men Calico, sehen im Sieg über den Tod das wichtigste Mensch­heits­pro­jekt überhaupt.

Glück: Ur­sprüng­lich wurden die westlichen Wohl­fahrts­sys­te­me gegründet, um die Nation zu stärken und gesunde Soldaten, Arbeiter und Beamte her­vor­zu­brin­gen. Heute erwarten wir vom Staat eine Glücks­ga­ran­tie. Die Evolution hat uns jedoch darauf pro­gram­miert, nie zufrieden zu sein und von allem Guten immer mehr zu wollen. Auf Dauer kann dieses Bedürfnis nur durch Ma­ni­pu­la­ti­on unserer Biochemie befriedigt werden.

Gött­lich­keit: Nach ewigem Glück und Leben zu streben bedeutet, uns an die Position Gottes zu stellen. Bio­in­ge­nieu­re werden die evo­lu­tio­nä­ren Ver­än­de­run­gen, die in Millionen von Jahren zum Homo sapiens führten, nicht erneut ver­strei­chen lassen, sondern das gewünschte Ergebnis selbst erreichen wollen – indem sie Gencodes umschreiben und Ge­hirn­strö­me umleiten.

„Eine Ökonomie, die auf im­mer­wäh­ren­dem Wachstum gründet, braucht grenzenlose Projekte – wie eben das Streben nach Un­sterb­lich­keit, Glück und Gött­lich­keit.“ Viele Menschen fürchten sich davor, in einer solchen Welt irrelevant zu werden. Doch Prognosen sind nicht dann erfolgreich, wenn sie sich irgendwann erfüllen. Vielmehr helfen sie uns, heute bessere Ent­schei­dun­gen zu treffen. Wir be­schäf­ti­gen uns nicht mit Geschichte, um uns die Zukunft auszumalen, sondern um sie ganz neu zu zeichnen und zu verändern.

Im gesamten Donauraum finden sich über einen weiten Zeitraum von ca 50.000 Jahren vor unserer Zeit bis heute vielfältigste Besiedlungsspuren. Sie sind in den verschiedendsten Museen dokumentiert. Unter diesem Menüpunkt entstehen auch ausführliche Darstellungen zur ausgewählten Museen.

Stichwortartig seien hier genannt und verlinkt:

Regensburg, historisches Museum im Minoritenkloster: Link

Straubing, Römerschatz im Gäubodenmuseum: Link

Landau - niederbayerisches Archäologiemuseum Kastenhof: Link

Künzing -Museum Quintana: Link

Ringelai - Keltendorf Gabreta: Link

Passau, Oberhaus Museum - Mythos&Geschichte: Link

Willendorf/Wachau - Venus von Willendorf: Link

Ein Tourenvorschlag, darunter mit originaler Google-Map-Karte:

Bildschirmfoto 2018 01 26 um 09.06.00

Diese sicher mehrtägigen Tour könnten Sie mit Zwischenstopps im bayeriscchen Wald - etwa Nähe Ringelai in Schiefweg mit dem faszinierenden Emerenz-Meier-Museum (Link) und einer Übernachtung im 3-Sterne-Hotel "Michel&Friends" (Link) - und dann in der Wachau - etwa in Weißenkirchen (Link) - unterbrechen.

 Bei weiterer Anreise empfiehlt sich eventuelle eine Anreise per Bahn nach Regensburg, dort Anmietung eines PKW, welcher dann am Ende der Reise, etwa in Krems zurück gegeben werden könnte, dann Rückreise wiederum per Bahn.

 

 

 

 

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