PlunderungRomsDas römische Sorviodurum mit seinen Kohorten I - IV und einigen hundert 'syrischen' Bogenschützen sowie das Vicus von Straubing als 'bedeutendes Wirtschaftszentrum' wurde wohl erstmals in den sog. Markomannenkriegen zum Ende des zweiten nachchristlichen Jahrhunderts zerstört. 

Dieser Abschnitt beginnt mit der Besiedlung des Donauraumes nach dem Rückzug der Römer um 300 n. Chr. - mit dem Höhepunkt der Eroberungs und Plünderung Roms im Jahre 455 durch die Westgoten unter Allarich I.  im Zuge der Völkerwanderung - ca 400 - 600 n. Chr.

Bild: Fantasiedarstellung des 19. Jahrhunderts

Die Herausbildung des Stammes der Bajuwaren liegt allerdings ziemlich im Dunkel der Geschichte. Bisweilen werden sie als die Findelkinder der Völkerwandung bezeichnet. Heute kennt man die Eltern und auch den Paten, der schützend seine Hand hielt über die Wiege des Bajuwaren-Stammes: Es war der Ostgotenkönig Theoderich (450–526), der Angehörige verschiedenster Germanen-Stämme in Altbayern ansiedelte. Die meisten von ihnen waren Flüchtlinge – die zahlenmäßig größte Gruppe stellten im Gebiet des Landkreises Landshut Alemannen aus dem heutigen Baden-Württemberg und dem Elsass: Link

 

 

 

 

 

 

BaiuwarenIm GaubodenmuseumSR 2Seit September 2018 gibt es im Gäubodenmuseum in Straubing eine neue Abteilung: Baiern gefunden! So gilt es nun als gesichert, dass Straubing als markantes Beispiel dieser neuen Zeit nach dem Ende des römischen Reiches fast übergangslos zum einem Siedlungszentrum dieses sich herausbildenden Stammes der Bajuwaren wurde.
Die Präsentation der häufig überregional bekannten Stücke - insbesondere aus den Gräberfeldern Bajuwarenstraße und Hochwegfeld - schafft eine neue Attraktion für Straubing. Besucher erhalten einen Überblick zur Gräbervielfalt des 6. bis 9. Jahrhunderts im Straubinger Boden, über die vielen kulturellen Einflüsse, die auf die frühen Baiern gewirkt haben: So entsteht ein Bild des frühen Bayern. Die baierische Frühgeschichte fokussiert sich in der Straubinger Altstadt auf Basilika und Friedhof von St. Peter, wo seit der Spätantike Siedlungen und Gräberfelder nachzuweisen sind. Dort lässt sich auch der Name Strupinga / Straubing zum ersten Mal nachweisen. Bild: Webseite des  Gäubodenmuseums: Link

 

 

 

 

 

 

 

Ein bedeutendes Datum für Straubing nach mehreren Jahrhunderten mit nur wenigen Daten war:

  • 897 - die erste urkundliche Erwähnung Straubings („Strupinga"), einer durch Wall und Graben geschützten Siedlung (sog. „Altstadt")
  • 1029 - die Schenkung des Königsgutes Strupinga an das Augsburger Domkapitel
  • um 1180 - der Baubeginn der romanischen Basilika St. Peter
  • die Gründung der "Neustadt" im Jahre 1218 durch Ludwig den Kelheimer.

Eine Einwohnerzahl wird geschichtlich überliefert durch durch Daten aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges: Rund 1800 der 4000 Einwohner fielen 1633 der schwedischen Besatzung unter Bernhard von Weimar oder der miteingeschleppten Pest zum Opfer.

Um 1840 hatte Straubing gut 10.000 Einwohner, um 1900 etwa 20.000, um 1939 gut 30.000 Bewohner.

Eine größere Zuwandungswelle nach dem zweiten Weltkrieg durch Flüchtende aus dem Osten, also etwa Schlesien oder Sudetenland brachte Straubing auf mehr als 40.000 Einwohner, Eingemeindungen und wirtschaftliches Wachstum um die Jahrtausendwende auf derzeit beinahe 50.000 Menschen.

Im aufblühenden Wirtschaftswunder holte die BRD, also auch By, zahlreiche Gatarbeiter aus Italien und der Türkei etwa nach Deutschland. In jüngster Zeit sind nach Bayern eine größere Zahl Flüchtende aus den Kriegs- und Armutsgebieten der Welt in das Gebiet des Donaurandbruches gelangt:

Zahlen für Stadt und Land Straubing:
Der Ausländeranteil stieg von 10,6 % im Jahre 2014 auf 15,9 % im Jahre 2017.
offizielle Zahlen für das Jahr 2016 nach dt. Nationalität/Ausländer: 
Stadt Straubing: 40.590 / 6.552
Landkreis Straubing-Bogen: 92.935 / 6.286

Größere Auswanderungswellen erlebte die Region um 1850:
Bildschirmfoto 2018 06 16 um 16.13.19Quelle; Angelika Maria Albrecht, M. A.:Link

Resumee:

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