Kunst schaffende

Albrecht Altdorfer, Maler
Albrecht Altdorfer - auch Albrecht Altdorffer - war ein deutscher Maler, Kupferstecher und Baumeister der Renaissance. Er gilt neben Wolf Huber als Hauptmeister der sogenannten Donauschule, einer Stilbewegung entlang der Donau in Bayern und Österreich. (Quelle: Wikipedia)
Geboren: 1480, Regensburg
Gestorben: 12. Februar 1538, Regensburg
Ausgestellt in: Rijksmuseum Amsterdam, National Gallery of Art
Epochen: Niederländische Renaissance, Renaissance, German Renaissance

Links zu Albrecht Altdorfer: BR Fernsehen - Ortsheimapflege Wörth a.d. Donau - Regensburger Studien zur Kunstgeschichte - ...

Landscape of Danube near Regensburg Albrecht Altdorfer W.A.F. 30 Alte Pinakothek MunichDonaulandschaft mit Schloss Wörth an der Donau um 1522, 30 x 22 cm, Öl auf Holz

Seine "Donaulandschaft bei Regensburg" ist das erste reine Landschaftsgemälde, das uns überliefert ist aus der Zeit des ausgehenden Mittelalters. Das Bild zeigt Schloss Wörth, den Scheuchenberg und die Donau. Das Ölgemälde ist zwischen 1520 und 1525 entstanden und ist nur 30cm x 22cm groß. Zwei hochragende Bäume grenzen das Bild wie ein Rahmen ab, so dass man wie durch einen Schlauch in die Ferne schaut. Man blickt einfach nur in die Landschaft hinein, der Mensch ist nicht wichtig; alles, was zählt, ist die Natur. In diesem Bild sind die für Altdorfer typischen Ballungen der Wolken zu sehen. Er gestaltet die Wolken in weißen, blauen und grauen Farbtönen und verwendet die Farbperspektive. Außerdem verwendet er den Hell-Dunkel-Kontrast, um eine perspektivische Bildwirkung zu erzeugen. Dieses ist besonders deutlich bei der Betrachtung der Bäume zu erkennen. Helle, beleuchtete Blätter stehen im Vordergrund, dunkle Flächen dahinter. Sehr interessant ist die naturgetreue Darstellung der Pflanzen und Bäume, die Altdorfer bis ins Detail ausgearbeitet hat. Altdorfer muss mit sehr feinen Pinseln gearbeitet haben, da trotz des kleinen Formates solche Feinheiten ins Auge fallen.

 

Mit Albrecht Altdorfer - einem Maler im Schlachtengetümmel seiner Karriere - beschäftigte sich der Oberpfälzer Autor Harald Grill am 25. Mai 2006 in Bayern2 Radio: "Im Februar 1519 vertreibt der Regensburger Rat die Juden aus der Stadt. Mitglied dieser Abordnung war auch der Maler Albrecht Altdorfer. Jahrhunderte später wird man einige der Grabsteine des damals zerstörten jüdischen Friedhofs als Pflastersteine im Hof seines Hauses entdecken ..."

Auch ein Gedicht widmet Harald Grill dem Maler-Meister, genauer seiner "Donaulandschaft":

mia taat ma gern lebn
weit drin in
deine alte farbn

weit drin in 
deiner landschaft

weil aaf de
passen s aaf

Maibock Anstich Django AsulDjango Asül - bürgerlich Uğur Bağışlayıcı, geboren 1972 in Deggendorf und aufgewachsen in Hengersberg, machte schon nach dem Abitur 1992 am Robert-Koch-Gymnasium in Deggendorf Mitte der 90er Jahre erste Schritte in Richtung Kabarett, 1997 startete er sein erstes Bühnenprogramm „Hämokratie“. Er gastierte unzählige Male im Fernsehen und auch im Münchner Tatort hatte er schon mal eine Gastrolle, aber sein Hauptfach ist und bleibt das Kabarett.

Legendär ist seine - einzige - Fastenrede - Videomitschnitt: Click auf das Bild - auf dem Münchner Nockherberg 2007, seit 2008 tritt er im Staatlichen Hofbräuhaus beim traditionellen Maibockanstich als Festredner auf.

Außerdem hat er seine eigene Kabarett-Sendung "Asül für alle" und spielt seit 2011 den satirischen Jahresrückblick „Rückspiegel“, der am Jahresende im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt wird.

Asül war bis 2011 türkischer Staatsbürger, dann gab er seinen türkischen Pass zurück und wurde deutscher Staatsbürger. Auf Initiative des damaligen Staatsministers und Leiters der Bayerischen Staatskanzlei, Erwin Huber, ist er seit 2004 „Botschafter von Niederbayern“.

Auszeichnungen:
1996: Kabarett Kaktus
1997: Obernburger Mühlstein, Jury- und Publikumspreis
1997: Paulaner Solo
1998: Ravensburger Kupferle
2000: Bayerischer Kabarettpreis in der Sparte Senkrechtstarter
2005: Ybbser Spaßvogel, jährliche Auszeichnung der Ybbsiade
2007: Kulturnews-Award in der Kategorie Entertainment
2018: Bayerischer Verdienstorden 

Webseite Django Asül: Link
humorvoller Lebenslauf auf Sol de Sully: Link
zum aktuellen Programm: Link
Medien: Link

 

Bildquelle: Von Hofbräu München Pressestelle - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=46400407
Textquelle: Webseite Django Asül, Wikipedia

bauer 680x680Thomas E. Bauer, geboren am 15. Juni 1970 in Metten, ist ein deutscher Bariton. Sein Repertoire reicht von den Organa der Notre-Dame-Schule über die klassische Oper bis zur zeitgenössischen Musik.
Thomas E. Bauer ist in Bernried bei Deggendorf aufgewachsen und erhielt seine erste musikalische Ausbildung als Mitglied der Regensburger Domspatzen, bei denen er 1990 das Abitur ablegte. Danach studierte er an der Hochschule für Musik und Theater München und war Meisterklassenschüler von Hanno Blaschke und Siegfried Mauser. Seit ... ist er Professor der Xinjian Arts Institute.

Als Konzertsänger ist Thomas E. Bauer international gefragt. Er konzertierte mit Orchestern wie Boston Symphony (Bernard Haitink), Concentus Musicus (Nikolaus Harnoncourt), Filarmonica della Scala (Zubin Mehta), Gewandhausorchester (Herbert Blomstedt, Riccardo Chailly und Sir John Eliot Gardiner), Koninklijk Concertgebouw Orkest (Philippe Herreweghe), National Symphony Washington (Ivan Fischer), NDR Sinfonieorchester (Thomas Hengelbrock und Markus Stenz), Orchester der Oper Zürich (Adam Fischer), Radio Kamer Filharmonie Hilversum (Masaaki Suzuki), Residentie Orkest (Jan Willem de Vriend) und Tonhalle-Orchester Zürich (Sir Roger Norrington).

Er wirkte bei zahlreichen Uraufführungen mit und wurde mit dem Schneider Schott Musikpreis ausgezeichnet. Eine besondere Zusammenarbeit verbindet ihn mit Krzysztof Penderecki.

Auf der Opernbühne überzeugte er zuletzt am Teatro alla Scala Milano in Zimmermanns „Die Soldaten“ (Stolzius) unter Leitung von Ingo Metzmacher.

Thomas E. Bauers CD-Produktionen wurden mit Preisen wie dem Orphée d`Or und La Musica Korea (für „Die Winterreise“), Stanley Sadie Prize & Gramophone (für Händels “Apollo e Dafne“) sowie Echo (für „Elias“) ausgezeichnet. Bei OehmsClassics erschienen Solo-Kantaten von J.S. Bach. Klaus Voswinckels Fernsehfilm „Winterreise-Schubert in Sibirien“ erzählt von Bauers abenteuerlicher Recital-Tournee mit der Transsibirischen Eisenbahn. Der Film wurde mehrfach im Fernsehen ausgestrahlt.

Thomas E. Bauer ist Gründer und Intendant des Festivals Kulturwald Festspiele Bayerischer Wald und war für die Saison 2016/17 auch Indentant der Europäischen Wochen Passau.

Quellen: Homepage Th. E. Bauer - Wikipedia

Links:
Der Sänger - alpha-ForumKonzerthaus Blaibach - Europäische Wochen Passau - ..

HermannEllerLeben und Wirken

Unter dem Namen Hermann Rott am 20. September 1925 in Zwiesel geboren, kam er bereits am 23. September 1925 nach Natternberg zu seinen Pflegeeltern. Als das Ehepaar Eller ihn 1954 adoptierte, hatte er bereits eine Ausstellung in Deggendorf mit zwei Portraits. Sein künstlerisches Talent trat frühzeitig zu Tage: Obwohl er in der Schule im Zeichnen eher mäßige Noten bekam, gewann Hermann Eller schon als Bub einen Jugendwettbewerb.

Der Krieg ließ ihm jedoch keine Chance, seine Fähigkeiten zu vervollkommnen. 1943 wurde er zur Kriegsmarine eingezogen. 1944 geriet er in Kriegsgefangenschaft und musste in einem französischen Bergwerk arbeiten.

Erst 1947, nachdem er fast drei Jahre in französischer Gefangenschaft geschuftet hatte, fand Hermann Eller zur Kunst zurück: Eine Hilfsorganisation stiftete Zeichenmaterial für die Gefangenen. Seine erste Kohlezeichnung hieß „Baskenmütze mit Drillichjoppe“ und die rehbraune Kopfbedeckung sollte fortan sein Markenzeichen sein. Von 1947 bis 1948 erlernte er in Lens/Frankreich das Malen. Mit seiner ersten Ausstellung 1947 in Paris stieß Hermann Eller das Tor zur Kunstszene weit auf.

Foto: Birgmann

Ein Weiteres war seine Ehefrau Rosa: 56 Jahre lang bis zu ihrem Tod im Juni 2006 war die „Mam“ ein Eckpfeiler in Ellers Leben. Sie kritisierte ihn und ließ ihn „machen“, sie hielt ihm den Rücken frei und die Familie mit den drei Buben zusammen.

Eller bildete sich weiter, besuchte Akademien, bereiste die Welt. 1952 lernte er den akademischen Maler Karl Alexander Flügel in Ulrichsberg kennen, 1954 den Professor Franz Xaver Stahl in Erding. 1960 wurde er Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft, wenige Jahre später Mitbegründer des Bayerwaldkreises und der Deggendorfer Künstlergruppe. 1964 erhielt er eine Förderung auf Anregung von Professor Gerikes von der Villa Massimo in Rom. Von da an beschickte er zahlreiche Einzelausstellungen im In- und Ausland. 1967 traf er den akademischen Maler Steppe in Ulrichsberg.

Anfang der 1970er Jahre macht er sich als freischaffender Künstler selbstständig. 1976 absolvierte er einen Lehrgang für Lithografie und moderne Druckgrafik bei Professor E. Funk an der Stuttgarter Akademie.

Der Mensch Hermann Eller
Hermann Eller malte am liebsten mit Öl und „alles, was in den Rahmen passt“. Die Motive für seine Landschaftsbilder fand er direkt vor der Haustür: Die niederbayerische Heimat an Donau und Isar mit ihren Auen und Niederungen, die Weite des Gäubodens und die karge Schönheit der Bayerwaldberge. Seine Stillleben spiegeln die Liebe zum Detail wieder, seine Porträts beweisen tiefes Einfühlungsvermögen. Selbst „Kaiser“ Franz Beckenbauer und der Regensburger Bischof Manfred Müller saßen in Ellers Atelier Modell. Unzählige Schüler haben seine Maltechnik nachgeahmt. Aus seinem christlichen Glauben, aus der Liebe und der Hoffnung hat Hermann Eller immer wieder neue Kraft geschöpft. Nach außen hin schien sein Optimismus ungebrochen, doch die dunklen Farben und gedämpften Stimmungen in seinen Gemälden lassen Ellers innere Zerrissenheit und die depressive Veranlagung seiner Seele erahnen.

Überblick über das künstlerisches Schaffen in: "H. Eller, Gemälde und Zeichnungen" (1981), "H. Eller, Gemälde" (1990) und "H. Eller, Zwischen Himmel und Erde" (1993)

Quelle: Regiowiki PNP

Kurz-Vita

1925 in Zwiesel, Bayerischer Wald, geboren
kam in französischer Gefangenschaft zur Malerei
seit 1970 freischaffend
verstorben am 05. April 2009

Ausstellungen im In- und Ausland / Veröffentlichungen:
1981 H. Eller: Gemälde und Zeichnungen
1990 H. Eller Gemälde
1993 Zwischen Himmel und Erde

Auszeichungen und Würdigungen
Pygmalion-Medaille der Kunststiftung der dt. Wirtschaft
Kulturpreis Ostbayern
Goldener Ehrenring der Stadt und des Landkreises Deggendorf
Paul Harris Fellow ( Rotary )
Kulturpreis des Bayer. Waldvereins
Bundesverdienstkreuz am Bande

Quelle: Berufsverband Bildender Künstler Niederbayern/Oberpfalz

Atelierbesuch bei Hermann Eller in donau-tv

ValieExportVALIE EXPORT (* 17. Mai 1940 in Linz), mit bürgerlichem Namen Waltraud Stockinger, ehemals Waltraud Höllinger, geb. Waltraud Lehner, ist eine österreichische Medienkünstlerin, Performancekünstlerin und Filmemacherin.

Leben
Waltraud Lehner wuchs in Linz mit zwei Schwestern als Tochter einer Kriegswitwe auf und ging in eine Klosterschule. Von 1955 bis 1958 besuchte sie die Kunstgewerbeschule ihrer Heimatstadt. Mit 18 Jahren heiratete sie und bekam im selben Jahr ihre Tochter Perdita. Nach der Trennung von ihrem Ehemann ging sie 1960 nach Wien und besuchte bis 1964 die Höhere Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt für Textilindustrie. Nach ihrem Diplom im Bereich Design ging sie in die Filmbranche und arbeitete als Script Girl, als Filmeditorin sowie als Komparsin.

Werk
Ab 1965 wendete sie sich vermehrt dem Medium Film zu und verfasste 1966 ein Drehbuch mit dem Arbeitstitel „AUS ALT MACHT NICHT NEU - ein versuch der sinnlosigkeit. metaphorische bildassoziation, Projekt“. 1967 nahm sie ihren Künstlernamen VALIE EXPORT als künstlerisches Konzept und Logo an, mit der Vorgabe, ihn nur in Versalien zu schreiben.

Expanded Cinema
Die frühen Arbeiten von Valie Export zeichnen sich insbesondere durch die Auseinandersetzung mit Feminismus, Aktionskunst und dem Medium Film – insbesondere Ende der 1960er Jahre mit der Bewegung des Expanded Cinema – aus. Eine ihrer bekanntesten Aktionen war das Tapp- und Tastkino. Gemeinsam mit ihrem neuen Partner Peter Weibel, dessentwegen sie ein Verhältnis mit Friedensreich Hundertwasser beendet hatte, realisierte sie es erstmals im Rahmen des 1. Europäischen Treffens der Unabhängigen Filmemacher in München. Bei dieser Performance auf öffentlichen Plätzen trug Export eine lockige Perücke, war geschminkt und trug über ihren nackten Brüsten einen Kasten mit zwei Öffnungen. Der restliche Oberkörper war mit einer Strickjacke bedeckt. Peter Weibel warb durch ein Megafon und lud die Schaulustigen zum Besuch ein. Diese hatten 33 Sekunden lang Zeit, mit beiden Händen durch die Öffnungen zu strecken und die nackten Brüste der Künstlerin zu berühren.

Valie Export sagte später zu dieser Aktion: „(…) das Tapp- und Tastkino – das war Straßenaktion, es war Feminismus, es war Expanded Cinema, es war Film; ich nannte das Tapp- und Tastkino damals auch Tapp- und Tastfilm. (…), denn ich sagte damals, jeder Mensch kann diese Filmaktion durchführen, Filminstallation ausführen, es gibt kein Original.“

Wiener Aktionismus
Obwohl sie durch ihre persönlichen Beziehungen direkten Kontakt zu den „Wiener Aktionisten“ hatte, betonte Export immer wieder die Unterschiede zu den Aktionen der Gruppe. Später sagte sie in einem Interview: „Ein Teil meiner Arbeiten ist sicherlich mit dem Wiener Aktionismus verbunden, obwohl es gravierende Unterschiede gibt. Ich fühle mich der ganzen Richtung des Aktionismus zugehörig, ich sehe mich, neben meiner Arbeit als Medienkünstlerin oder Filmemacherin, vor allem als Aktions- und Performancekünstlerin. Das würde ich aber nicht mit dem Wiener Aktionismus vergleichen, weil er von meinen Formen der Arbeit ästhetisch, inhaltlich und formal unterschieden war.“

1970 wurde ihr die Sorge für ihre Tochter aberkannt. Die Entstehung von VALIE EXPORT markierte die Künstlerin im selben Jahr in der Arbeit VALIE EXPORT – Smart Export durch die teilweise Überklebung einer Zigarettenpackung der zu jener Zeit sehr populären österreichischen Marke Smart Export mit dem Namenszug „VALIE“ und ihrem Porträt. Dieses wollte sie als feministische Kritik an patriarchal-kapitalistischen Zuschreibungspraktiken verstanden wissen: Bevor ein Eigenname die individuelle Einspeisung ins Marktgeschehen verdecke, werde er besser durch ein Logo ersetzt. Auch 1970 machte sie ihren Körper für die Arbeit „Body Sign Action“ zur Leinwand und ließ sich ein Strumpfband auf den Oberschenkel tätowieren.[18] 1972 trennten sich Peter Weibel und sie.

Mitte der 1970er Jahre bis heute

Der von VALIE EXPORT gestaltete und 2011 erstmals vergebene Österreichische Filmpreis
1977 nahm sie an der documenta 6 in Kassel teil. 1980 vertrat sie gemeinsam mit Maria Lassnig Österreich auf der Biennale in Venedig. 1985 wurde ihr Spielfilm Die Praxis der Liebe in der Kategorie Buch und Regie für den Goldenen Bären der Internationalen Filmfestspiele von Berlin nominiert. 1992 wurde ihr Werk im Rahmen einer Retrospektive in der Landesgalerie des Oberösterreichischen Landesmuseums in Linz erstmals in einer Einzelausstellung präsentiert, der viele weitere folgten. Gleichzeitig nahm seitdem die öffentliche Wahrnehmung ihrer künstlerischen Arbeit ab.

Von 1989 bis 1992 war VALIE EXPORT Full Professor an der University of Wisconsin–Milwaukee, School of Fine Arts, 1991 bis 1995 Professorin im Fachbereich Visuelle Kommunikation an der Hochschule der Künste Berlin. In dieser Zeit lernte sie auch ihren späteren zweiten Ehemann Robert Stockinger kennen. Von 1995/1996 bis 2005 war sie Professorin für Multimedia-Performance an der Kunsthochschule für Medien Köln. 2007 beteiligte sie sich mit Arbeiten sowohl am Rahmenprogramm der documenta 12 als auch an dem der Biennale in Venedig, wo sie zudem 2009 Co–Kommissärin des österreichischen Pavillons war.
VALIE EXPORT lebt in Wien.
Die Stadt Linz erwarb 2015 ihr Archiv und eröffnete am 11. November 2017 in der Tabakfabrik Linz das Valie Export Center. Ihr Vorlass gelangt damit in eine ehemalige Produktionsstätte des Unternehmens, dessen Marke Smart Export sie ihren Künstlernamen entnommen hat.

Auszeichnungen
1990: Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst
1995: Skulpturenpreis der Generali Foundation
1997: Gabriele Münter Preis
1998: Österreichischer Würdigungspreis für Künstlerische Fotografie
2000: Oskar-Kokoschka-Preis
2000: Alfred-Kubin-Preis Großer Kulturpreis des Landes Oberösterreich
2003: Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien
2005: Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst
2009: Ehrendoktorwürde der Kunstuniversität Linz
2010: Großes Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich[23]
2011: Wiener Frauenpreis[20]

Installation Die Doppelgängerin (2010), ausgestellt im Schlosspark Belvedere
2014: Yoko Ono Lennon Courage Awards for the Arts mit Laurie Anderson, Mari

Quelle: Wikipedia

GerhaherHuber 2Klar, die Beiden sind keine Zwillinge oder Stiefgeschwister, aber in ihrer Heimat Straubing - Christian geboren 1969 in Straubing - und Gerold, geboren im selben Jahre ebenda - gelten sie als hochmusikalische Zwillinge, wenn sie etwa kongenial Schuberts "Schöne Müllerin" oder die "Winterreise" interpretieren. Dabei verlief beider Karriere nicht unbedingt zielstrebig auf das Konzertpodium zu.

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Hineingeboren in eine höchst aktive und weithin anerkannte Musikszene der siebziger Jahre im niederbayerischen Straubing, wesentlich - aber nicht nur - getragen vom Vater Gerold Huber sen. und dem von ihm im Jahre 1967 gegründeten und bis 2008 geleiteten Kammerchor Straubing, brachte sich zwar besonders Christian in das dortige Konzertleben ein, auch in den Dörfern des Umlandes, etwa in Steinach bei der Missa in C des niederösterreichischen Chorregenten Franz Schneider (1737-1812) anl. des zehnjährigen Jubiläums des dortigen Musikvereins.

Gerold jun. begann 1988 nach seinem Abitur am Straubinger Anton-Bruckner-Gymnasium mit einem Stipendium das Studium er an der Hochschule für Musik und Theater München, Klavier bei Friedemann Berger und Liedbegleitung ( "Liedgestaltung") mit Helmut Deutsch.


Aber schon da besuchte er zusammen mit dem Sänger Christian Gerhaher eine Meisterklasse bei Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin.

Bildschirmfoto 2018 05 21 um 13.07.30Christian Gerhaher studiert nach dem Abitur am Straubinger Johannes-Turmair-Gymnasium im Jahre 1978 zuerst Medizin, aber 'nebenbei' besuchte er während seines Medzinstudiums bei Paul Kuen und Raimund Grumbach an der Münchner Hochschule für Musik die Opernschule und studierte dort gemeinsam mit seinem festen Klavierpartner Gerold Huber Liedgesang bei Friedemann Berger. Auch rundete er seine stimmliche Ausbildung in Meisterkursen bei Dietrich Fischer-Dieskau, Elisabeth Schwarzkopf und Inge Borkh ab. Derzeit unterrichtet Christian Gerhaher selbst gelegentlich in ausgesuchten Meisterklassen, er ist Bayerischer Kammersänger, Honorarprofessor der Münchner Hochschule für Musik und Theater sowie Träger des Bayerischen Maximiliansordens für Wissenschaft und Kunst.

Sein Konzertprogramm - nicht nur in der Liedinterpretation, sondern auch auf der Operbühne oder im Oratorium - führt ihn auf alle große Bühnen dieser Welt: in den New Yorker Sälen, im Concertgebouw Amsterdam, in der Kölner und Berliner Philharmonie. Besonders häufig ist er Gast im Wiener Konzerthaus und Musikverein sowie in der Londoner Wigmore Hall - in den beiden Häusern war er in den vergangenen Jahren Artist in residence. Christian Gerhaher ist regelmäßiger Gast bei Festivals wie dem Rheingau Musik Festival, den London Proms, dem Edinburgh und Lucerne Festival oder den Salzburger Festspielen. Link

Ganz neu 2017:
Claude Debussy: Pelléas et Mélisande
Sir Simon Rattle - London Symphony Orchestra, London Symphony Chorus
Magdalena Kožená - Christian Gerhaher - Gerald Finley - Bernarda Fink - Franz-Josef Selig - Joshua Bloom - Elias Madlër

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In diesen Tagen (Juni/Juli 2018) feiert Christian Gerhaher sein Rollendebüt als Amfortas in Wagners "Parsifal".

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Das Münchner Premieren-Publikum belohnte seine - und die des Jonas Kaufmann u.v.a.m. -  sängerische Leistung mit tosendem Applaus, ebenso die des Bayerischen Staatsorchesters unter Kirill Petrenko. Deutliche Buh-Rufe musste der für die Inszenierung zuständige Pierre Audi und der fürs Bühnenbild zuständige Georg Baselitz einstecken. 
RePaLis Meinung zu Letzerem: Vielleicht muss man heutzutage solchen Musik-Monstern alle dargestellte Schönheit wegnehmen, denn der "Erlösungs-Gedanke" Wagners ist irgendwie doch sehr anachronistisch .... Deshalb könnte man als Bühnenbild sich einfach einen großen schwarzen Kasten vorstellen.

Über Gerhahers Leistung schreibt br-klassik:
"Christian Gerhaher gibt dem tödlich versehrten Amfortas seine flexible Stimme. Gerhahers Interpretation legt den Fokus auf penible Textdeutung. Man muss sich reinhören. Affekte (Zorn: Ohn‘ Urlaub, Verzweiflung: Oh, Strafe! Strafe ohne Gleichen) bringt Gerhaher feminin weich heraus. Im rigorosen Drang zum Verdeutlichen erinnert er an Fischer-Dieskau. Gerhahers Darstellung ist offen manieriert. In manchen leisen Passagen ist das Sprechen nah und das Singen fern. Gewöhnungsbedürftig ist auch der vibratolose Phrasenbeginn. Kurzum, Gerhaher singt einen reflektierten, affektierten Amfortas. Gerhahers Interpretation ist Geschmacksache. Im dritten Akt streift die Grals-Verzweiflung des Amfortas gar die Karikatur, unwillkürlich fällt mir ein anderer Leidender ein, Sixtus Beckmesser. Doch ungeachtet aller Fragwürdigkeiten bietet Gerhahers Amfortas Nuancen der Textdeutung, von denen andere Amfortas-Sänger nicht einmal zu träumen wagen dürften. Darum ist seine Rollenaneignung zwar unorthodox, doch richtig und hochinteressant."

Bildquelle: br-klassik.de

Am 8. Juli wird Parsifal im Rahmen von Oper für alle live auf den Max-Joseph-Platz übertragen. Der Eintritt ist dank unserem langjährigen Partner BMW München frei, es wird kein Ticket benötigt. Durch den Abend führt Thomas Gottschalk.

Für 24 Stunden ab Mo, 9. Juli 2018, 12.00 Uhr bis Di, 10. Juli, 12.00 Uhr gibt/gab es den Parsifal in Video-on-demand unter www.staatsoper.tv

 

Bildschirmfoto 2018 05 21 um 14.12.32"Gerold Huber jun., nicht nur ein gefragter Liedbegleiter, sondern ein brillanter Pianist, spielte mit Tiefgang und Ausdruck und technisch hervorragend.“ So oder so ähnlich urteilt die Presse immer wieder enthusiastisch über Gerold Huber als Liedbegleiter. In dieser Rolle ist er regelmäßig zu Gast bei Festivals wie der Schubertiade Schwarzenberg, den Salzburger Festspielen, den Münchner Opernfestspielen, bei den Schwetzinger Festspielen und dem Rheingau Musik Festival oder den wichtigsten Konzertsälen wie der Kölner Philharmonie, der Alten Oper Frankfurt, dem Wiener Konzerthaus, dem Wiener Musikverein, dem Concertgebouw Amsterdam, der Londoner Wigmore Hall, in New York in Lincoln Center, Armory oder der Carnegie Hall, dem Salzburger Festspielhaus oder den Konzerthäusern in Essen, Dortmund oder Baden-Baden.
Gerold Huber ist ein gefragter Begleiter und arbeitet mit einer Vielzahl international renommierter Sänger zusammen, darunter Christiane Karg, Christina Landshamer, Ruth Ziesak, Michael Nagy, Maximilian Schmitt, Martin Mitterrutzner und Franz-Josef Selig. Als Kammermusikpartner konzertierte Gerold Huber u. a. mit dem Artemis-Quartett, zudem arbeitet er regelmäßig mit dem Henschel-Quartett, mit Reinhold Friedrich und Maximilian Hornung.
Gekrönt wurde die Saison 2016/17 von drei Konzerten mit Brahms‘ Schöner Magelone in Heidelberg, London und München, bei denen Ulrich Tukur den Erzählerpart übernahm. Im Frühjahr 2017 wurde die CD veröffentlicht. Martin Walser ist hier der Sprecher der auf Ludwig Tieck basierenden Texte, die er in einer eigenen Fassung für Christian Gerhaher und Gerold Huber behutsam ironisiert hat. 2018 geben Gerhaher und Huber weitere Liederabende mit Brahms‘ Schöner Magelone in Bamberg, Frankfurt und Wien.  Solistisch widmet er sich vornehmlich den Werken Johann Sebastian Bachs, Ludwig van Beethovens, Johannes Brahms’ und Franz Schuberts. Konzerte führten ihn u. a. in die Münchner Residenz, in das Théâtre municipal de Romains nach Frankreich, zum Kultursommer Kassel oder zum New Zealand Festival in Wellington." Quelle: Künstlersekretariat am Gasteig

An der Hochschule für Musik Würzburg hat er seit 2013 eine Professor in 'Liedgestaltung' inne. Dennoch findet er immer wieder Zeit, in seiner Heimatstadt bei musikalischen Veranstaltungen in verschiedensten Rollen - etwa Meisterkursen bei Bluval - mitzuwirken.

 

Gerold Huber über die Art und Weise der Liederarbeitung mit Christian Gerhaher: "Schließlich sollte das Werk den Zuhörer berühren, nicht die Interpreten des Werkes."

HaraldGrillHarald Grill, geboren 1951 in Hengersberg, Landkreis Deggendorf, verbrachte Kindheit und Jugend in Regensburg und lebt seit 1978 in Wald /Landkreis Cham. Nach dem Abitur am ... und Studium der ...  war von1973 bis 1988 Pädagogischer Assistent an der Uni ....  Seit 1988 arbeitet er als Freier Schriftsteller und ist Mitglied des deutschen PEN-Zentrums. 
weitere Stationen:
1989/ 1990 Drehbuchwerkstatt Hochschule für Film und Fernsehen in München
2000/ 2001 Projekt "Zweimal heimgehen" - zwei Spaziergänge, einmal vom Nordkap und danach von Syrakus zu Fuß nach Regensburg
Juli bis November 2015 Balkanreise durch Rumänien und Bulgarien bis Odessa
seit 1991 regelmäßig Hörbilder und Features für den Bayerischen Rundfunk

Bibliographie: Link
Prosa, Gedichte, Nachdichtungen, Kinderbücher, Übersetzungen, Arbeiten für Theater & Radio, Fernsehfilme

Auszeichnungen u.a.
Friedrich-Baur-Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste (1992)
Marieluise-Fleißer-Preis (2003)
Kulturpreis Oberpfälzer Jura (2006)
Stipendium des Inernationalen Künstlerhauses Villa Concordia Bamberg (2012/13)

Engagements, Lesungen: Link

Webseite: Link

guggeis 180Thomas Guggeis wurde in Dachau geboren und wuchs in Straubing auf. Nach dem Abitur am Straubinger Anton-Bruckner-Gymnasium studierte er in München zeitgleich Physik und Dirigieren, machte seinen Bachelor in der Quantenphysik. Über sein musikalisches Erbpotential meinte er: "Meine Familie ist an sich völlig unmusikalisch. Mein Vater ist Brauereidirektor, meine Mutter Steuerfachangestellte. Der einzige Musiker in meiner Familie war mein Onkel Edgar Guggeis, der im Avantgarde-Schlagwerk eine Koryphäe war. Er war auch Solo-Pauker unter Sergiu Celibidache bei den Münchner Philharmonikern."

Im Jahre 2014 erhielt er zusammen mit der Fotografin Franziska Schrödinger im Historischen Rathaussaal in Straubing den Kulturpreis der "Dr. Franz und Astrid Ritter-Stiftung und der Stadt Straubing" für herausragenden Leistungen.

Seit der Spielzeit 2016/17 ist er als Assistent von Daniel Barenboim am Haus Unter den Linden engagiert, begleitet in dieser Funktion den Generalmusikdirektor bei seinen Produktionen und assistiert anderen namhaften Dirigenten wie etwa Zubin Mehta, Simone Young und Antonio Pappano.

Im März 2018 wurde er fünf Stunden vor der Generalprobe angerufen, ob er kurzfristig bei der Premiere von Richard Strauss' "Salome" an der Staatsoper Unter den Linden einspringen könne. Nach Überwindung eines kurzen Schockzustandes habe er schnell zugesagt. Zum Einspringen kam es, weil Christoph von Dohnányi (88) kurzfristig hinwarf. Offiziell wurden "künstlerische Differenzen" mit dem Berliner Skandalregisseur Hans Neuenfels (76) genannt. Die Berliner Morgenpost schrieb von einer "umjubelten Premiere" des jungen Dirigenten.

Im Sommer tritt er die Stelle eines Kapellmeister an der Stuttgarter Oper an.
Die "Salome" des jungen Einspringers fand internationale Aufmerksamkeit. Neben Angeboten habe er "viele liebe Nachrichten bekommen", sagt Guggeis. "Und Daniel Barenboim hat mit mir über die Zukunft nachgedacht. Auch wenn ich jetzt nach Stuttgart gehe, werde ich der Staatsoper verbunden bleiben. Ich bin ihm wahnsinnig dankbar dafür." Im Sommer endet seine zweijährige Assistenz bei Barenboim an der Staatsoper, dann steigt Guggeis zum Kapell­meister an der Stuttgarter Oper auf. Das mit Stuttgart sei seit einem halben Jahr bekannt, sagt er, es habe bisher nur niemanden interessiert. Den Wechsel habe er in enger Abstimmung mit Daniel Barenboim entschieden. "Ich würde so eine Entscheidung nicht ohne ihn treffen."

 Links: Kulturpreisträger -  ARSIS - Oper Stuttgart - ...

Magdalena Hinterdobler, geboren in Straubing (Niederbayern), erhielt ihre Gesangsausbildung an der Hochschule für Musik und Theater München sowie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding bei Edith Wiens, KS Andreas Schmidt und Helmut Deutsch (Lied). Im Bereich Konzertgesang arbeitet sie als Solistin u.a. mit Gerold Huber, mit dem Münchner Kammerorchester, dem Orchestra of the Age of Enlightenment, dem Stuttgarter Bach Kollegium, den Bamberger Symphonikern sowie dem Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung seines Chefdirigenten Ulf Schirmer.

Bildschirmfoto 2018 03 26 um 09.48.47Zu ihrem Opernrepertoire zählen Fiordiligi in »Così fan tutte«, Pamina in »Die Zauberflöte« als auch 2011 die Titelpartie in Mozarts »La finta giardiniera« beim Münchner Kammerorchester. 2012 Auftritt in Hasses »Didone abbandonata« bei der Münchner Hofkapelle unter Michael Hofstetter in der Opéra Royal de Versailles. 2013 Dorella in Wagners »Das Liebesverbot« unter Ulf Schirmer und dem Münchner Rundfunkorchester. 2015 Fiordiligi am Staatstheater am Gärtnerplatz München. An der Oper Leipzig ist sie seit 2014/15 Ensemblemitglied. Partien 2017 / 18 u. a.: Ortlinde in »Die Walküre«, Woglinde in »Götterdämmerung«, Ännchen im »Freischütz«, Clorinda in »La Cenerentola«, Gretel in »Hänsel und Gretel«. Neu: Pamina in »Die Zauberflöte«, Liù in »Turandot«, Tebaldo in »Don Carlo«, Waldelfe in »Rusalka«. Beim Leipziger Ballett Sopranpartien in »Lobgesang« und »Johannes-Passion«. Mitwirkung in der Master Class mit Brigitte Fassbaender. zur Homepage der Oper Leipzig: Link

Quelle: Oper Leipzig

 

Bildschirmfoto 2018 03 26 um 10.07.52Magdalena ist eines der vielen Talente, welche aus diesem niederbayerischen Straubing heraus ihre künstlerischen Kreise inzwischen sehr weit gezogen haben. Aber auch deshalb erinnert sich ihre Heimat gerne ihrer früheren, aber auch der aktuellen Auftritte, etwa bei Mendelssohn "Elias" im April 2018 mit "Was hast du an mir getan?". Als ganz junges Mädchen sang sie etwa im Mai 2004 zu "Liebeslieder der Heidelberger Romatik" in der Grundschul-Aula in Steinach etwa "Kein Feuer, keine Kohle kann brennen so heiß", und verstärkte wie selbstverständlich auch den Steinacher Singkreis.
Bildquelle: Musiverein Steinach-Münster

DuoDAccordSebastaian Euler, gebürtig in Straubing, besuchte von 1987 bis 1995 das Straubinger Anton-Bruckner-Gymnasium. Nach dem Abitur studierte er in München bei Prof. Karl-Hermann Mrongovius.

Lucia Hang ist in Kaohsiung (Taiwan) geboren und kam 1990 zum Studium (ebenfalls in München bei KHM) nach Deutschland.

Lucia Huang und Sebastian Euler lernten sich an der Musikhochschule München in der Klasse von Karl-Hermann Mrongovius und Begoña Uriarte kennen und gründeten 1999 das Duo d'Accord.

Wenn es um das Duo d‘Accord geht, sind sich alle einig: hier haben sich zwei extrem begabte Pianisten zu einem Klavierduo zusammengeschlossen, das von Beginn an nicht nur durch hohe Qualität, sondern auch durch eine ganz eigene, unverwechselbare künstlerische Note herausragt.

1. Preis beim Wettbewerb „Gaetano Zinetti“ April 2000 (Italien)
2. Preis beim ARD-Wettbewerb September 2000 (Deutschland)
1. Preis beim weltweit bedeutendsten Duo-Wettbewerb „Murray Dranoff“, Dezember 2001 (USA)
Abwechslungsreiche, innovative und anspruchsvolle Programme zwischen Alt und Neu sind das Markenzeichen der beiden. Sie vergeben Kompositionsaufträge, schreiben virtuose Transkriptionen, wischen den Staub von unbekannten Werken und stehen dadurch mit ihrem gesamten Tun stets im Hier und Heute. Den inneren Kern bilden allerdings die Gipfelwerke der großen Meister, die sie mit einer Energie, Kraft und Intensität zu spielen verstehen, wie sie diesen nach Meinung der Fachwelt nur selten zuteil werden:

"Ich halte die d'Accorde mit all ihrem Können, ihrer literarischen Neugier und ihrem sympathischen Auftreten für das Beste auf dem Gebiet des gemischten und ungemischten Doppels, seit ich vor unendlich vielen Jahren das Duo Vronsky-Babin erlebt habe."
PETER COSSÉ, Kritiker und Klaviermusik-Spezialist
 
Webseite Duo d'Accord mit Terminvorschau unter 'Aktuelles': Link

Siegfried Mauser in 2014Siegfried Mauser, geboren am 3. November 1954 in Straubing, ist ein deutscher Pianist und Musikwissenschaftler. Er tritt u. a. als Interpret von Klavierwerken des 20. Jahrhunderts, insbesonders von Paul Hindemith, Wilhelm Killmayer und Wolfgang Rihm, auf. Sein beruflicher Werdegang beginnt wohl schon in den Kinderschuhen als Sohn des Vaters Toni Mauser jun., ein wohlbekannter Straubinger Musiker, Chorleiter und Komponist. Ab dem Jahr 1954 leitete Toni Mauser jun. über 30 Jahre den angesehenen Straubinger Volkschor.

beruflicher Werdegang:
Dessen Sohn Siegfried Mauser setzte seinen beruflichen Werdegang nach dem Abitur am  Anton-Bruckner-Gymnasium mit dem Studium für Schulmusik und Klavier an der Hochschule für Musik und Theater München bei Rosl Schmid und Alfons Kontarsky, außerdem Philosophie und Kunstgeschichte an den Universitäten München und Salzburg fort. 1981 wurde er an der Universität Salzburg im Fach Musikwissenschaft promoviert. Von 1983 bis 1987 lehrte Mauser als Professor für Klavier und Kammermusik an der Hochschule für Musik Würzburg. Danach wechselte er als Professor für Musikwissenschaft ans Mozarteum Salzburg. Dort gründete er 1989 ein Forschungsinstitut für musikalische Hermeneutik. 2002 wurde er als Professor für Musikwissenschaft an die Hochschule für Musik und Theater München berufen. Daneben leitete er dort eine Klasse für Liedgestaltung und betreute das Institut für Musikwissenschaft.

  • Von Oktober 2014 bis Juni 2016 war Mauser als Nachfolger von Reinhart von Gutzeit Rektor der Universität Mozarteum Salzburg.
  • Von 2002 bis 2016 war Mauser Direktor der Abteilung Musik der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.
  • Von 2003 bis 2014 war er Rektor der Hochschule für Musik und Theater München - ab 1. Oktober 2007 mit der Amtsbezeichnung Präsident.

Die Liste seiner CD-Einspielungen umfasst u. a. sämtliche Klavierwerke von Paul Hindemith, Alexander Zemlinsky und Karl Amadeus Hartmann, sämtliche Klaviersonaten W. A Mozarts, Klaviermusik von Claude Debussy, Wolfgang Rihm, Wilhelm Killmayer und Kammermusik von Günter Bialas und Paul Hindemith, darüber hinaus Lieder, z. B. von Gustav Mahler (mit Siegfried Jerusalem).

In den Jahren 1980 bis heute bereicherte Siegfried Mauser das Konzertleben seiner Heimatstadt - und natürlich nicht nur dieser - mit außergewöhnlichen, künstlerisch und insbsonders rhetorisch ausgewöhnlichen Beiträgen. Unvergessen werden seine Moderationen bei den "Tagen Neuer Musik" in Straubing bleiben, etwa die Vorstellung höchst renomierter Komponisten wie etwa im Jahre 2017:

Samstag, 8.7.2017, 20.00 Uhr / Straubing / ANstattTheater
Wilhelm Killmayer im Porträt: Instrumentale Poesie
Svetosar Anatchkov - Violine
Sebastian Hess - Cello
Siegfried Mauser - Klavier
„Wilhelm Killmayer gehört zweifellos zu den bedeutenden Einzelerscheinungen im Panorama der zeitgenössischen Musik. Innerhalb seines umfangreichen Oeuvres, das alle wesentlichen Gattungen umspannt, ragen auf besondere Weise die Kammermusik und das Lied heraus. Deshalb sollen anlässlich der beiden Geburtstagskonzerte, die die Europäischen Wochen in Kooperation mit den Konzertfreunden Straubing veranstalten, wesentliche Werkgruppen aus diesem Bereich im Zentrum stehen. Einmal mehr wird sich zeigen, dass der Komponist Wilhelm Killmayer unter die großen Persönlichkeiten der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts einzuordnen ist.“
Prof. Dr. Siegfried Mauser

Zahlreiche Ehrungen und Preise dokumentieren die außergewöhnliche künstlerische Qualität von Prof. Mauser:
1981: Interpretationsstipendium der Stadt München
1984: Bayerischer Kulturförderpreis
1990: Ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
2001: Preis „Neues Hören“, verliehen durch die Internationale Sommerakademie Mozarteum Salzburg in Zusammenarbeit mit den Salzburger Festspielen (Erstverleihung)
2009: Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst
2010: Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
2012: Bayerischer Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst

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Seit einigen Jahren sieht sich Prof. Mauser juristischem und öffentlichem Druck ausgesetzt. Grundlage hierfür sind Anschuldigungen sexueller Nötigung, die Prof. Mauser auch vor Gericht gebracht haben. Wie Recherchen (Juni 2018) ergeben haben, ist keines der Urteile rechtskräftig, es laufen Revisionen. 
In ein sehr ungünstiges Licht haben ihn dabei Artikel in "Die Süddeutsche" und "DER SPIEGEL" gerückt. Da ist es von besonderem Interesse, was Prof. Mauser in einem Interview mit Andreas Thieme (TZ/Münchner Merkur) vom 18. Mai 2018, veröffentlicht auf der off. Homepage von Amelie Sandmann-Mauser, Ehefrau von Prof. Mauser, selber sagt: Link.
Prof. Mauser plant, demnächst öffentlich Stellung zu beziehen und seine Perspektive ausführlich darzulegen - in Form eines offenen Briefs o. ä.. Wenn möglich, wird dieser in diesem RePaLi-Betrag verlinkt werden.

Quellen: Wikipedia, Programm Europäische Wochen Passau, Süddeutsche Zeitung u.a., DER SPIEGEL

Stefan Mutz, geboren am 15. Mai 1968 in Landshut/Ndb. ist verheiratet und hat mit seiner Ehefrau Steffi Amereller zwei Kinder. Die Familie lebt seit mehreren Jahren in Straubing.


Bildschirmfoto 2018 07 16 um 10.17.52Schulbildung – Studium:
1978 – 1987 Gymnasium Dingolfing, Abitur (Leistungskurse Sport & Mathematik)
1987 – 1988: Grundwehrdienst im Heeresmusikkorps 4 in Regensburg
1988 – 1992 Studium am Richard-Strauss Konservatorium in München mit Hauptfach Querflöte Nebenfach Klavier; Abschluss: staatlich geprüfter Orchestermusiker
1990 – 1994 Studium an der Hochschule für Musik und Theater in München, ebenfalls mit Hauptfach Querflöte Nebenfach Klavier; Abschluss: Studiengang Diplom-Musiklehrer
Teilnahme an Meisterkursen für Querflöte bei Peter-Lukas Graf, James Galway, Konrad Hampe, Aurèle Nicolet
Weiterführende private Studien bei Prof. Klaus Schochow von 1997 - 2001

 

 

DieKammervirtuosen

 Künstlerische Tätigkeit:
regelmäßige intensive Konzerttätigkeit im süddeutschen Raum und im europäischen Ausland als Solist, Orchestermitglied und in kammermusikalischen Besetzungen – u.a. als Solist bei den „Europäischen Wochen Passau“, dem „Recontres Estivales de Gourdon-en-Quercy“, beim „Festival de Musique du Vallespir“, bei Konzerten in nahezu allen bedeutenden italienischen Städten, den „Europa-Tagen der Musik“, bei dem internationalen Jazzfestival „Jazz am Hof“ in Fürstenzell, am Theater an der Rott in Eggenfelden, etc.
zahlreiche Einspielungen auf CD, Rundfunkaufnahmen für den BR, Mitgestaltung von "DoReMikro"-Sendungen. zahlreiche persönlich gewidmete Kompositionen & Uraufführungen
erfreulich sympatische Professionalität bei der Mitwirkung bei kleineren Musikereignissen im Straubinger Land mit Kompositionen div. Groß- und Kleinmeister


Pädagogische Tätigkeit:
seit 1984 Lehrkraft für Querflöte an der städtischen Musikschule in Landau
seit 1990 Lehrkraft für Querflöte an der städtischen Musikschule in Dingolfing
seit 1991 Lehrkraft für Querflöte an der Kreismusikschule Straubing-Bogen, Fachbereichsleitung
seit 1994 Lehrkraft für Querflöte am Anton-Bruckner-Gymnasium in Straubing
Schuljahr 2007/2008 Lehrkraft am Johannes-Turmair-Gymnasium in Straubing
seit 2006 Lehrkraft für Schulmusik am Gymnasium der Ursulinen-Schulstiftung in Straubing


Organisatorische Tätigkeit – Musik-Management:
seit 2006 Mitglied des Organisationsteam des Festivals „Bluval" in Straubing - seit 2013 erster Vorsitzender und künstlerischer Leiter
seit 2013 Beirat der „Konzertfreunde Straubing“, seit 2017 im Vorstand
ordentliches Mitglied des "Verband Deutscher Musikerzieher und konzertierender Künstler" VDMK seit 1991

Freiberufliche Tätigkeit – Öffentlichkeitsarbeit:
freier Mitarbeiter des "Straubinger Tagblatt", "Landshuter Zeitung" und des "Feuilleton"
Pressetätigkeit für das Anton-Bruckner-Gymnasium


Weiterführende berufliche Tätigkeiten:
regelmäßige Lehrtätigkeit bei Kursen im In- und Ausland
mehrmals Jurymitglied beim Regionalentscheid für „Jugend musiziert“
Entwicklung einer neuen methodischen Querflötenschule ("Der Flöten-Trainer") - Veröffentlichung in Fachzeitschrift "Flöte aktuell" (Juni 2003)
Mitentwicklung der „freiwilligen Leistungsprüfung“ des Verbands Bayerischer Sing- und Musikschulen in Kooperation mit dem Bayerischen Kultusministerium

Pädagogische Erfolge:
weit über 150 Preisträger verschiedener Wettbewerbe, darunter zahlreiche erste Preisträger im Regionalwettbewerb „Jugend musiziert" in Landshut, Passau und Regensburg
seit zwei Jahrzehnten jährliche Preisträger im Landeswettbewerb "Jugend musiziert" im Fach Querflöte und Kammermusik
mehrfach erste und zweite Preisträger im Bundeswettbewerb „Jugend musiziert"
Preisträger verschiedener Wettbewerbe (u.a. Erster Preis Oberstdorfer Musikwettbewerb; vielfach „Geschwister-König-Gedächtnispreis", Förderpreis Sparkasse Landkreis Straubing-Bogen); Stipendiaten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks - „MON“ erster Preis im Landeswettbewerb
zahlreiche bestandene Aufnahmeprüfungen an verschiedenen deutschen Musikhochschulen, Konservatorien und Universitäten, Gustav-Mahler-Symphonieorchester, Bayerisches Landesjugendorchester, Ostbayerisches Jugendorchester, Europäisches Projektorchester, verschiedene Universitätsorchester
Preisträgerinnen des „Straubinger Kulturförderpreises“
mehrfach Förderpreis für Musik der Stadt Deggendorf (Anton-Brunner-Musikpreis); Angela-Merici Preis Straubing
Uraufführungen zeitgenössischer Musik (u.a. „Musica viva“), TV-, Rundfunk- und CD Aufnahmen
zahlreiche Erfolge ehemaliger Schüler: Orchestertätigkeit Symphonieorchester Bergen (Norwegen), Erste Preisträger Deutscher Hochschulwettbewerb, Preisträger Wettbewerb der Deutschen Gesellschaft für Flöte, Stipendiat des Deutschen Musikrates, mehrfach erste Preise Kuhlau-Wettbewerb Uelzen, erster Preis Wettbewerb „Severino Gazzeloni“, Flötistin Badisches Staatstheater

 

Quellen und Konzerttermine: http://www.stefanmutz.de/ https://stefanmutz.wixsite.com/stefanmutz

Bildschirmfoto 2018 08 15 um 14.20.03Andreas Sagstetter, geboren 1974, machte am Veit-Höser-Gymnasium in Bogen im Jahre ... Abitur und studierte von ... bis ... am Mozarteum Salzburg Kirchenmusik mit Hauptfach Orgel. Schon während seiner Studienzeit entstanden erste CD-Aufnahmen, etwa 1997 in "Orgelimpressionen im Straubinger Land": Link ...

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Schiedermayr

Johann Baptist Schiedermayr wurde im Jahr 1779 in Pfaffmünster, heute Münster - Gemeinde Steinach, als Sohn des Lehrers Georg Schiedermayr geboren. Dieser war sein erster Lehrer. Über Stationen in den Klöstern Windberg, Oberalteich, Straubing gelangte er 1796 an des Chorherrnstift St. Nikola in Passau. Die Wirren der Säkularisation in Bayern hinter sich lassend ging er am 24. Februar 1804 nach Linz und wurde als Musiker unter dem Dom- und Stadt-Kapellmeister Franz Xaver Glöggl in der Kirche, im Theater und bei der Bürgergarde an verschiedenen Instrumenten verwendet, bis er 1810 als Dom- und Stadtpfarr-Organist eingestellt wurde. Er war als 1. Kapellmeister am Landestheater tätig, war Dirigent der Redoutenbälle (Redoutensaal: ursprünglich so viel wie Wandelhalle, Saal, in weiterer Folge Tanzveranstaltung, Maskenball) und er komponierte Messen, Tänze für Gesellschaftskonzerte und Gelegenheitsstücke, außerdem gab er von 1823 bis 1837 Gesangsunterricht an der Gesangsschule der Linzer Gesellschaft der Musikfreunde. 1839, nach dem Tod von Franz Xaver Glöggl, wurde Johann Baptist Schiedermayr der Ältere provisorischer Dom- und Stadtpfarrkapellmeister. Gestorben ist Schiedermayr am 6. Januar 1840 in Linz.
Quelle: teils aus Wikipedia: Link

Insbesondere seine geistliche Musik gelangt immer wieder zur Aufführung, erfreulicherweise auch in seiner Heimat mit verschiedenen Messen, Gradualien und Offertorien:

festliche Messe zum Sonntag Christkönig am 24. 11. 2002
Johann Baptist Schiedermayer (1779 – 1840) Missa in G für Soli (SATB) und vierstimmig gemischten Chor, 2 Hörner, 2 Violinen, Violoncello, Kontrabass und Orgel: Link1 
Missa in B von Johann Baptist Schiedermaier - Neuer Dom in Linz - Link2

daraus der Beginn des Offertoriums "Domine" in elektronischem Sound:

aus: J. B. Schiedermayr: 6 Aufzüge für 4 Trp & Pk (Quelle: Weihnachtsmusik aus dem Straubinger Land, Kulturkreis Joseph Schlicht, Wallfahrtskirche Sossau 1989, Ausf.: Norbert Ziegler, Paul Windschüttl, Siegfried Hirtreiter, Hans Zeller - Trp, Stefan Grotz - Pk)

Zu verdanken sind diese Aufführungen u. a. einem gewissen Manfred Hössl, Kirchenmusik in Neumarkt St. Veit: Link

 Bildquelle: Der Landkreis Straubing-Bogen, Attenkofer Straubing 1984, S. 520

Joseph SchlichtJoseph Schlicht wurde am 18. März 1832 in Geroldshausen in der Hallertau (Marktgemeinde Wolnzach) geboren. Seine geistliche Laufbahn führte ihn 1871 nach Steinach, wo er bis zu seinem Tod am 18. April 1917, also 46 Jahre lang, als Schlossbenefiziat wirkte. Als Volkskundler und Volksschriftsteller brachte es Schlicht zu großer Berühmtheit. Seine Veröffentlichungen wurden weit über Bayern hinaus bekannt und gerne gelesen. Ein Freundeskreis brachte dies auf einer Gedenktafel in der Steinacher Pfarrkirche mit folgendem Spruch zum Ausdruck: „Wie keiner kannte, liebte und schilderte er das altbayerische Bauernland“. Jahrelang ging von dem heute leider nicht mehr bestehenden Kulturkreis Josef Schlicht e.V. hohes Kulturschaffen im Landkreis Straubing-Bogen aus. Sozusagen der Nachfolger dieses Kulturkreises ist der "Kulturförderverein Joseph Schlicht e.V.", der Herausgeber dieser Web-Publikation.

Der Landkreis Straubing-Bogen ehrt seit 1977 Persönlichkeiten, die sich besonders herausragende Verdienste um Heimat, Kultur und Brauchtum erworben haben, mit der Verleihung der Josef-Schlicht-Medaille.

Im April 2017 veranstaltete der "Schlichtverein", wie der "Kulturförderverein Joseph Schlicht" kurz genannt wird, drei Kulturtage zum Gedenken an den 100. Todestag:

- Uraufführung des Schlichtfilms von Detlev Schneider über Leben und Wirken Schlichts

 - "Schlichter Abend" mit Lesungen, Musik und G'sang

 - Gedenkgottesdienst in St. Michael ind Steinach mit Charles Gounods Messe brève no. 7 in C 

 - Symposium "Heimatpflege in globalen Zeiten"

 Schließlich ehrte die Raiffeisenbank Parkstetten, Zweigstelle Steinach, ihren damaligen Schriftführer mit mehreren Bronzeplastiken, geschaffen von Walter Veit-Dirscherl. 

Unter anderem ein Reliefband über das bäuerliche Leben zu Schlichtszeiten. Veit-Dirscherl erläutert:

Auf dem Treppenabsatz sind zwischen fünf grob gespaltene Säulchen, eigentlich sind es typische "Moarstoana", wie sie unsere Feldgrenzen markieren, Broncereliefbänder gespannt. Die zwölf Szenen ordnen sich in vier Gruppen; sie schildern ohne strenge Systematik Szenen aus dem Bauernleben.
Die ersten drei Szenen könnte man mit Jugend oder Frühling ¸berschreiben. Im einzelnen zeigen sie eine Mutter mit Kind, die Buben mit den Palmbuschen in der Kirche und die Aussaat. Die zweite Gruppe könnte man Sommer, Arbeit und Reifezeit nennen, dargestellt in den Szenen Acker, Ernte und Ehehalten. Im dritten Reliefband wird der Herbst geschildert. Die Rüben und Kartoffeln werden geerntet, der Ödl stirbt, der Besuch der Gräber an Allerheiligen. Die vierte Szenenfolge hat den Winter und Weihnachten zum Thema. Der Bauer schlachtet den Weihnachter, die für das Fest gemästete Sau. Daneben ist der mitternächtliche Mettengang und der darauf folgende grofle Festschmaus mit den Blut- und Leberwürsten dargestellt.

 

 

Relief big 

Die Geschwister Julia und Wolfgang wurden in eine hochmusikalische Familie hinein geboren: Die Mutter Christl, geb. Pfaffenreuther, war Jahrzehnte lang Klavierlehrerin in Straubing, der Vater Musiklehrer am Straubinger Ludwigs-Gymnasium. Wolfgang, geb. 1967 in Straubing, und Julia, geb. 1978 ebenfalls in Straubing, erhielten ihren ersten Unterricht in ihrer Familie, Julia im Alter von 5 Jahren, Wolfgang mit vier.

Schroder Wolfgang 02Mar2011Als Dreizehnjähriger trat Wolfgang in die Violinklasse von Professor Ana Chumachenco ein. Mit 17 Jahren gewann er den 1. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert “. Als Stipendiat der „ International Menuhin Academy “ ( IMMA) konzertierte er zusammen mit Yehudi Menuhin und Alberto Lysy als Solist und Kammermusiker in vielen europäischen Ländern und Südamerika . Entscheidende Anregungen erhielt er während seines Studiums am Salzburger Mozarteum in der Meisterklasse Professor Sandor Véghs. Abschluss des Hochschulstudiums am Salzburger Mozarteum. Weitere Studien bei Professor Aaron Rosand am Mannes College in New York schlossen sich an. Seine solistische Tätigkeit führte ihn u.a. mit Orchestern wie der Bayerischen Kammerphilharmonie, den Münchner Philharmonikern, dem Jenaer Symphonieorchester, den Stuttgarter Philharmonikern, dem Symphonieorchester Halle, dem Tschechischen Symphonieorchester Prag, der Polnischen Kammerphilharmonie, der Camerata Academica Salzburg, den Nürnberger Symphonikern, dem Israel Soloists Ensemble und dem Kairo Symphony Orchestra zusammen. Von 1993 - 1995 war er künstlerischer Leiter des“ European Union Chamber Orchestras“ (EUCO), mit dem er weltweite Tourneen unternahm. Als aktiver Kammermusiker gründete er 1992 das Streichtrio „ Belcanto Strings“ und war von 1996 bis 2005 Geiger des „Trio Parnassus“, mit dem er 2001 für die Gesamtaufnahme der Schumann Klaviertrios den renommierten“Echo Classic Award” erhielt.
Wolfgang zusammen mit der Rheinischen Philharmonie mit Max Bruchs Violinkonzert Nr. 1 bei Bluval 2007 in Straubing:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Julia Schroeder 5Julia studierte im Konservatorium "Gasteig" in München, und nur zwei Jahre später in der Musikhochschule Basel mit Adelina Oprean. Weitere Studien führten sie zu Walter Levin und Hatto Beyerle, Raphael Oleg, Lukas Hagen (Hagenquartett, Salzburg). Bei Chiara Banchini studierte sie an der Schola Cantorum Basiliensis Barockgeige. Seit 2004 ist sie Konzertmeisterin und Leiterin des Kammerorchester Basel. Unter ihrer musikalischen Führung konzertierte das Ensemble in den großen Sälen Europas, u.a. im Musikverein Wien, in der Philharmonie Berlin, im Concertgebow Amsterdam, in der Cité de la Musique in Paris und im Barbican Center London. 

weitere Stationen:
Als Solistin arbeitete sie mit dem Sinfonieorchester Basel, der Camerata Stuttgart, den Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks Franfurt, den Nürnberger Sinfonikern. Gleichzeitig ist sie Solistin neben Künstler wie Sol Gabetta, Marijana Mijanovic, Giuliano Carmignola, Angelika Kirchschlager, Andreas Scholl, Patricia Kopatschinskaja, Giuliano Sommerhalder, Pieter Wispelwey, Angela Hewitt, Núria Rial, Julia Leshneva, Franco Fagioli und Cecilia Bartoli.
Stipendiatin der Friedel-Wald-Stiftung
Teilnahme als Kammermusikerin bei den Festivals in Davos, Gstaad, Luxemburg, Middelbourg, Barcelona, Amsterdam, Dublin, Stuttgart und Köln
2008 erhielt sie den Echo Klassik Preis für ihre CD-Produktion.
2010 Gast-Konzertmeisterin des Barcelona Symphony Orchestra
2010 erhielt Julia Schröder den Ruf der Hochschule für Musik Freiburg, in der Nachfolge von Latica Honda-Rosenberg, auf die Professur für Violine.

Konzerte: Link

Quellen: .....

WiedermannAndreas Wiedermann wurde 1978 in Straubing geboren. Nach Abschluss seines Regie-Studiums am Salzburger Mozarteum assistierte er unter anderem bei Peter Zadek, Andrea Breth, Urs Troller und Thomas Ostermeier am Wiener Burgtheater und am Deutschen Theater Berlin. 1998 gründete er die freie Theatercompany THEATER ImPuls, die bereits im ersten Jahr ein mehrwöchiges Festival für zeitgenössische Dramentexte initiierte. 2005 folgte zusammen mit Komponist Ernst Bartmann die Gründung des freien Opernensembles OPERA INCOGNITA, das alljährlich in München mit unbekannten Werken bekannter Komponisten gastiert. Regiearbeiten von ihm waren unter anderem an den Theatern Trier, Regensburg und am Bayerischen Staatsschauspiel München zu sehen. Wiedermann ist 2. Preisträger des Internationalen Nachwuchslyrikwettbewerb Regensburg, des Kulturförderpreises der Stadt Straubing und wurde bisher mit 6 "tz-Rosen der Woche", 2 AZ "Sternen der Woche" und 2 "tz-Rosenstrauß des Jahres" ausgezeichnet.

THEATER ImPuls: Link

Jüngstes Projekt (3/2018): Caeser & Antonius und Cleopatra - Theater am Hagen, Straubing / Dorfen / München - Link

Nächste Projekte: demnächst 

Erfreulicherweise war Andreas Wiedermann zu einem kurzen Interview über das Frauenbild bei Shakespeare und in der Inszenierung des Theaters Plan B bereit:

 Penzkofer:
Herr Wiedermann, Shakespeare zeichnet von Cleopatra das Bild einer sehr schönen, verführerischen Frau: "
"Wohlan, zu Liebe unsrer Lieb und süßen Stunden,
Nicht sei durch herb Gespräch die Zeit verschwendet.
Kein Punkt in unserm Leben, den nicht dehne
Noch neue Lust. Welch Zeitvertreib zu Nacht?"
Welches Frauenbild malt Shakespeare wirklich? Sie kennen ganz sicher mehr Zeilen als die, welche ich da aus der "Cleopatra" zitierte.

Wiedermann:
Shakespeare zeichnet das Bild einer toughen, macht- und imagebewussten Regentin.
Er bezieht sich dabei im Wesentlichen auf Plutarch als antike Quelle. Bereits dort wird Cleopatra als Königin gezeigt, die ihre Weiblichkeit und ihren Körper eingesetzt hat, um Politik zu machen. Nicht umsonst verband sie mit drei der größten römischen Feldherren eine Liebesbeziehung:
General Pompeius, Gaius Julius Caesar und Marcus Antonius. Shakespeare verfasste mit seinem späten Stück "Antonius und Cleopatra" eine tragische, dunkle Komödie. Deshalb zeigt er dem Leser und Zuschauer eine überspitzte Beziehungsgeschichte über sexuelle Gier, Eifersucht und Hörigkeit. Zudem muß man natürlich die zu Shakespeares Zeiten übliche Aufführungspraxis mitbedenken, um seine Texte wirklich zu verstehen.
Weibliche Schauspielerinnen gab es zu Shakespeares Zeiten keine, alle Frauenrollen wurden von Männern gespielt. Dementsprechend ist davon auszugehen, dass Shakespeare und seine Zeitgenossen die Charaktere bestimmten Schauspielern ihre Rollen auf den Leib geschrieben haben und viele Insiderwitze miteinfließen ließen.

Penzkofer:
Sie haben lt. Straubinger Tagblatt sechzig Prozent des Shakespeare-Textes gestrichen. Dennoch hatte ich den Eindruck, dass Sie dieses Frauenbild aus Männerphantasien nicht hinterfragen. Ihre Cleopatra räkelt sich auf dem Sofa, behandelt ihre Dienerinnen ausgesprochen unfein. Hat es Sie nicht gereizt, dieses - überkommene - Frauenbild zu hinterfragen, auch angesichts einer größerer Anzahl aktuell mächtiger Frauen? Immerhin haben Sie ihre Männer in Anzüge gesteckt.

Wiedermann:
"Cleopatra" bedient ganz bewußt die männliche erotische Phantasie. Ganz Ägypten aus der Sicht Roms wie ein übersexualisiertes, exotisches Freudenhaus.
Deshalb bleibt auch Mark Anton bei Cleopatra. In Alexandrien findet er alles, was er in Rom vermisst: Hedonismus, Verführung, exotischen Luxus. Cleopatra bedient die unausgelebten Sehnsüchte der römischen Imperialisten. Nicht umsonst werden auch deshalb in Teil 1 unserer Aufführung, "Julius Caesar", Brutus' und Caesars Gattinnen als überaus dominante, quasi unserem westlichen Powerfrauenbild entsprechende Protagonistinnen dargestellt.
Die historische Cleopatra wusste sehr genau, wie sie Ägyptens Machtstellung im Zuge der vollkommen übermächtigen römischen Expansionsbestrebungen erhalten konnte: sie musste sich - psychisch und physisch - opfern. Nicht umsonst hat die historische Cleopatra sogar ihren eigenen Tod inszeniert und mit feinen Nadelstichen Schlangenbisse suggeriert. Sie war eine Meisterin der Selbstinszenierung und der politischen Intrige, das galt es, auf die Bühne zu bringen.
Dennoch verband sie mit Mark Anton - mit dem sie mehrere Kinder zeugte - wohl eine besondere Abhängigkeit, eine überdimensionierte Liebesgeschichte.
Macht, auch weibliche, hat auch heute noch - je nach Kulturkreis - viele Gesichter. Allerdings kann man sich die aktuell mächtigsten Frauen Europas nur schwer als Cleopatra-Darstellerinnen vorstellen ...

Penzkofer:
Somit verbietet es sich ja wohl, obwohl in Ihrer Inszenierung die Männer in Konfektionsanzüge tragen, die Frauen in Hosenanzüge zu stecken und ihnen gewisse wiedererkennbare Posen attributmäßig zuzuordnen. Irgendwie verständlich! Gottseidank werden die erotischen Gelüste mächtiger Männer bei Shakespeare und eben auch in Ihrer Inszenierung ad absurdum geführt. Heutzutage sorgen da insbesonders die Medien dafür!
Herzlichen Dank für Ihre Antworten!

Sigi Zimmerschied PressefotoChrPacher

Sigi Zimmerschied, geboren in 1953 in Passau, durchlebte die übliche katholische Sozialisation. Aber, im Jahre 1975, machte er sich in gewissen Kreisen mit der kirchenkritischen Satire "Die Konferenz" verdächtig der Gotteslästerung. Inzwischen hat sich die Aufregung schon lange gelegt und Zimmerschied gilt als scharfzüngiger, dennoch liebenswürdiger Notar der vermeintlich guten, bayerischen Lebensart. Es ist ein nachhaltig wirkendes Erlebnis, ihn im Scharfrichterhaus in Passau, aber auch anderorts, und in anderen Rollen zu erleben.

zum aktuellen Programm: Link - in Passau im Scharfrichterhaus am 1., 7.,8. & 9. Juni 2018

zur seiner Homepage: Link