Weiter geht unsere herrliche Radtour - auf der Karte nebenan mit der gesamten Reststrecke kann man unter "weitere Optionen" auf 'Radttour' (35 km, ca 2 h) umstellen - auf dem sog. Donauradweg an den nach Süden ausgerichteten Abhängen des Donaurandbruches (Bogenberg, Steinbruch bei Pfelling, Welchenberg) den Fluss entlang. Bei Pfelling (nach ca. 6 km) biegen wir in den größten deutschen Donaubogen ein. Nach der Brücke über den Pfellinger Bach fahren wir in einer scharfen Linkskurve geradeaus und überqueren den Donaudamm. Etwa auf Höhe des Donaukilometers 2305 km ragen bei Niedrigwasser beeindruckende Felsblöcke des Donaurandbruches aus dem Wasser.
 
PfellingIm August 2018 ist wg. des extremen Niedrigwasserstandes des Extremsommers 2018 ein Felsstein aus den Donaufluten aufgetaucht und und mit einer Markierung versehen worden.
 
Bei der Weiterfahrt auf dem Radweg nach Deggendorf verschließt sich diese geologische Störungslinie allerdings unserem Auge völlig. Sie durchquert zwischen Pfelling und Zeitldorf den Polder Sulzbach, der bei Hochwassersituationen, ohne den Schutz der Dämme und die Schöpfleistung der Elektropumpen in der „Pumphäusern“ teils meterhoch überflutet wäre. Das unsichtbare Grundgebirge des Donaurandbruches ist hier allerdings nur wenige Meter von jungen, nacheiszeitlichen Flussablagerungen überdeckt.
 
 
 
 
 
Die Weiterfahrt nach Deggendorf (ca. 25 km) führt uns am alten Donauort Mariaposching (erste urkundliche Nennung 741) vorbei. Eine kurze Rast bietet sich an der Anlegestelle der neuen Donaufähre (bis April 2016 Gierseilfähre) an. Nur wenige Kilometer weiter, bei Sommersdorf, ist im Stillwasserbereich der Donau eine der bedeutendsten Graureiherkolonie. Nach einer kurzen Fahrt auf der Dammkrone (Einkehrmöglichkeit Willi`s Saustall in Kleinschwarzach) kündigt sich der nächste geologische Höhepunkt an, für den dann nochmals ca 10 km Strecke zu radeln sein werden.