Landschaft

Unter einer "Landschaft" versteht man gemeinhin eine Region, welche auf Grundlage geologischer Gegebenheiten die Natur, zB durch klimatische Vorgänge, aber auch der Mensch, in langen Zeiträumen geformt hat. Der Duden beschreibt das so:

"hinsichtlich des äußeren Erscheinungsbildes (der Gestalt des Bodens, des Bewuchses, der Bebauung, Besiedelung o. Ä.) in bestimmter Weise geprägter Teil, Bereich der Erdoberfläche; Gebiet der Erde, das sich durch charakteristische äußere Merkmale von anderen Gegenden unterscheidet."

Die Landschaftsmalerei ist neben dem Historienbild, dem Porträt, dem Genrebild und dem Stillleben eine Gattung der gegenständlichen Malerei. Das Lenbachhaus in München schreibt:

"Ursprünglich wurde die Landschaftsmalerei an der 1808 gegründeten Kunstakademie gelehrt. Dillis war der erste Professor für das Landschaftsfach, bis er auf eigenen Wunsch 1814 von Kobell abgelöst wurde. Der Historienmaler Peter Cornelius bewirkte 1826 die Aufhebung des Lehrstuhls. Inzwischen hatte sich jedoch mit dem 1823 gegründeten Münchner Kunstverein ein Gegengewicht zu Akademie und königlicher Kunstpolitik etabliert. Er war einer der ersten und wichtigsten in Deutschland und bot den Landschaftsmalern eine wichtige Plattform. Heinrich Bürkel, der hier bekannt wurde, beschickte in den 1830er Jahren die Kunstvereine in ganz Deutschland mit seinen Landschaftsbildern. Diese erzählen von einer friedvollen Übereinstimmung von Mensch und Umgebung und prägten besonders die fast zum Klischee erstarrte Vorstellung der oberbayerischen Kulturlandschaft."

Das nebenstehende Bild soll den obigen "Definitionsversuch" erläutern: Natur und Mensch haben diese "Landschaft" geformt:

Ernst Kaiser, Blick von Oberföhring auf München, 1839

Die folgenden Beiträge beschreiben nun "Landschaften" des Donaurandbruches, oft als Wanderwege, aber auch als bemerkenwerte Stadt-Land-Fluss-Formationen. Vergleiche dazu - demnächst - Details aus einem Vortrag "Schöne Aussichten ...", gehalten von Angela Bachmair M. A:, Jounalistin aus Augsburg, anl. des 39. Bayerischen Heimattages 2017 in Dillingen a. d. D.  

Die Beiträge sind sozusagen donauabwärts sortiert und sind als Landschaften häufig Ergebnis menschlichen Einwirkens auf geologische Gegebenheiten. Am Ende der Beiträge findet sich eine Karte, in der die einzelnen Örtlichkeiten gekennzeichnet sind - demnächst vermutlich ab Mai 2018.

 

 

Üblicherweise sind Reiseführer und Heimatbücher eher auf Hochglanzpapier gedruckt, will heißen, dass zum Beispiel die Sonnseiten einer Landschaft in bestem Lichte herausgestellt werden. RePaLi dagegen scheut sich nicht, auch Problemzonen eines Landstrichs zu benennen. So lädt der Herausgeber Autoren dazu ein, auch nicht allgemein begrüßte Entwicklungen - etwa hinsichtlich des Donauausbaus - in Beiträgen darzustellen.

Eine dringende Bitte, gültig für alle schützenswerten und geschützten Naturgebiete, hier zum Beispiel das LBV-Schutzgebiet "Parkstettener Weiher": Link


Diese Landschaft ist von solcher Einzigartigkeit, dass Besucher dringend gebeten werden, diese Gebiete mit der nötigen Achtung und Rücksicht zu besuchen, also etwa angelegte Wege nicht zu verlassen, Flora und Fauna nicht zu stören oder gar zu zerstören, Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf die Bedeutung solcher Gebiete für nachfolgende Generationen hinzuweisen. In Paragraphen genannte "Schutzzwecke" und "Verbote" sind eigentlich bloße Selbstverständlichkeiten.

donaudurchbruch 13Den Donaudurchbruch hat die Menschen schon zu allen Zeiten angezogen, angefangen von den frühen Tagen der Menschheit. Im nahen Altmühltal, nur eine kleine Strecke vom Donaudurchbruch entfernt, wurde das Skelett eines Höhlenmenschen, der vor 50.000 Jahren lebte, gefunden. Eben an dieser Stelle fand man auch eines der ältesten Kunstwerke Deutschlands: ein handtellergroßes Stück Elfenbein, in das ein Mammut geritzt ist. Sicher ist, dass von der Mittelsteinzeit an das Durchbruchstal bewohnt war. In der Jungsteinzeit war auf dem Arzberg, Weltenburger Enge bei Kehlheim dem heutigen Frauenberg über dem Kloster Weltenburg, ein reges menschliches Leben.

Als die Bronze durch das Eisen verdrängt wurde, brach für diese Landschaft eine bedeutende Zeit an; denn das Eisen lag hier als Sumpf- oder Rasenerz in den Wäldern. Die Kelten erwiesen sich als gute Bergleute und bauten hinter gewaltigen Schutzwällen unmittelbar über der Donau ein frühes Industriegebiet auf, von dem man heute auf Schritt und Tritt noch Spuren findet. Hier in den Wäldern erheben sich -wie bereits erwähnt- noch Hügelgräber und keltische Viereckschanzen; hier wurde „das Weltenburger Stierl“, eine keltische Bronzefigur, gefunden.

In nächster Nähe des Durchbruchs hatten die Römer ihr Kastell Abusina errichtet, das heute in den Grundmauern noch sehen ist und vom Hadrianstein ab, lief der römische Grenzwall Limes durch das Land dem Rhein zu. nach Stephan Gröschler: Kraftvolle Orte

 

 

 

 

Die Kloster wurde im 7. Jhrdt n. Chr. der überlieferten Tradition zufolge von den Kolumbanschüler St. Eustasius und St. Agilus aus Luxeuil um 617 ein iroschottisches Kloster als Ausgangspunkt für die Missionierung Baierns errichtet. Auch soll um 700 der hl Rupert die angeblich über einer heidnischen Kultstätte (Minerva-/Apollotempel) erbaute Liebfrauenkirche auf dem Arzberg sowie die Klosterkirche konsekriert haben.


Asam Brothers WeltenburgIm Zuge einer kompletten Neuerrichtung der Klosteranlagen ab 1714 entstand unter Abt Maurus Bächl auch die Klosterkirche neu. Die Konventgebäude waren 1716 im Rohbau nach Plänen des Architekten und Franziskanerfraters Philipp Plank (Blank) und unter der faktischen Bauleitung des Parliers Michael Wolf fertiggestellt worden, sodass mit den Bauarbeiten an der Kirche begonnen werden konnte. Nachdem im Frühjahr 1716 der Abriss der alten Kirche erfolgte, wurde am 29. Juni desselben Jahres der Grundstein für die Neuerrichtung der Klosterkirche St. Georg gelegt. Die Grundsteinlegung besorgte der Freisinger Fürstbischof Johann Franz Eckher von Kapfing und Liechteneck, da dieser mit Abt Maurus freundschaftlich verbunden und der Regensburger Bischofsstuhl zur damaligen Zeit vakant war. Ausführender Baumeister vor Ort war wiederum Michael Wolf. Am 9. Oktober 1718 konnte der Freisinger Fürstbischof den Rohbau der neuen Klosterkirche weihen. Wer die Pläne für den Kirchenbau geliefert hat und ob das Konzept von 1716 schon der ausgeführten Kirche entsprach, ist nach neueren Forschungsergebnissen nicht mehr so unumstritten, wie noch zuvor. Infrage kommen für den Entwurf neben dem in der älteren Literatur angenommenen Cosmas Damian Asam auch Philipp Plank und die Mitwirkung des Abtes Maurus Bächl selbst. Quelle: WikipediaWeltenburgBiergarten

In unseren Zeiten ist Weltenburg auch wg. der "Ältesten Klosterbrauerei der Welt", seines "Weltenburger Kloster Asam Bock" und seines lauschingen Biergartens bekannt.

Webseiten: Kloster - Brauerei

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Bildschirmfoto 2018 07 03 um 20.34.35Bildschirmfoto 2018 07 03 um 20.49.40Das Besondere der Tegerheimer Schlucht ist, dass hier drei geo-logische Großeinheiten unterschied-lichen Alters aneinander stoßen und sogar sichtbar sind.

Das kristalline Grundgebirge im Osten (Moldanubikum) besteht im Wesentlichen aus Gneisen der Erdfrühzeit (vor 550 Mio. Jahren) und des Erdaltertums, in die vor rund 330 - 310 Mio. Jahren granitische Schmelzen eindrangen und in einigen Kilometern Tiefe erstarrten.

Das Schichtstufenland im Westen
grenzt an einer Nord-Süd-Störung („Keilberg-Störung“) an das kristalline Grundgebirge. Das Schichtstufenland gehört dem Erdmittelalter an (vor 250 - 65 Mio. Jahren) und besteht aus Triasgesteinen (griechisch „Dreiheit“) mit den drei Abteilungen Buntsandstein, Muschelkalk, Keuper sowie aus Juraund Kreidegesteinen. Zumeist liegen diese Sedimentgesteine (Schichtgesteine) parallel waagrecht übereinander. Im Bereichder Tegernheimer Schlucht ist das Grundgebirge durch gebirgsbildende Vorgänge während langer Zeiträume jedochgegenüber dem Schichtstufenland um rund 500 Meter emporgehoben worden. Die tektonischen Bewegungen begannen vor 140 Mio. Jahren und waren besonders intensiv im Miozän vor 24 Mio. Jahren. Die Sedimentgesteine sind dadurch aufgebogen („hochgeschleppt“) worden. Sie liegen deshalb heute an der Oberfläche nebeneinander.

Der markante Donaurandbruch
bildet die Südgrenze der beiden Einheiten. Auf der abgesunkenen Südscholle, dem Molassebecken (Senke, aufgefüllt mit Abtragungsschutt der aufsteigenden Alpen, vor 54 - 8 Mio. Jahren), liegen zuoberst Feinsedimente (Tone), Sande und Kiese. Diese Deckschichten gehören der Erdneuzeit an, die mindestens 2 Mio. Jahre alt sind. Die geologische Besonderheit der Tegernheimer Schlucht war bereits im 19. Jahrhundert bekannt. Sie wurde von zahlreichen Fachleuten besucht, die sich damals nach der Exkursion im Tegernheimer Sommerkeller erholen konnten. (Quelle: Bayerisches Landesamt) - Webadresse Flyer: Link

Kruckenberg im Zentrum des "kleinsten Weinanbaugebietes Bayerns" gehört zu den ältesten Weinbauorten Bayerns. Um das Jahr 700 schenkte der Bayernherzog Theodo dem Kloster St. Peter in Salzburg zwei Weingärten „im Donaugau an ebendiesem Strom, im Ort Chruchunperck“. Da hier ununterbrochen Weinbau betrieben wurde, kann Kruckenberg auf 1.300 Jahre Weinbautradition zurückblicken. Und noch heutzutage trägt der Regensburger Landwein hier die Kurzbezeichnung „Kruckenberger“.

Wegen seines Säurereichtums genoss der „Kruckenberger“ lange Zeit keinen guten Ruf. Früher sollen hier nachts um 12.00 Uhr die Glocken geläutet worden sein, dass die Leute aufwachten um sich umzudrehen, damit ihnen der saure Wein nicht die Magenwand durchfrisst. Aber es gab auch andere Stimmen: Als der Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. bei einem Besuch des Fürsten von Thurn und Taxis Regensburger Wein vorgesetzt bekam, fand er diesen „vortrefflich“. Der Weiße Elbling, an der Donau auch „Hierländer“ genannt, war über Jahrhunderte die Hauptsorte. Als spätreifende und damit meist säurereiche Sorte dürfte er viel zum „guten Ruf“ des Baierweins beigetragen haben. Heute steht die Rebsorte Müller-Thurgau im Vordergrund, eine frühreife Sorte, die alljährlich ansprechende Weine hervorbringt.

Die Kruckenberger Weinberge lagen früher hauptsächlich im Besitz des Hochstifts und des Domkapitels Regensburg. Bis 1970 wurde der Ertrag des Bischofsweinberges in der bischöflichen Weinkellerei in Straubing ausgebaut und auch als Messwein vertrieben. Aber auch das Regensburger Schottenkloster sowie Regensburger und Chamer Bürger besaßen hier Weinberge. Heute schenken die wenigen verbliebenen Winzer ihren „Kruckenberger“ meist in der eigenen Weinstube aus.

Die Rebflächen, in der Flur „Vogelherd“ gelegen, sind sehr steil, die Hangneigung beträgt meist über 50 %. Nur gut geländegängige Winzer können sich hier bei der Weinbergsarbeit auf den Beinen halten. Der Lohn dafür ist die höhere Sonneneinstrahlung am Steilhang, die der Qualität zugute kommt.

Weinbau wurde früher auch im Nachbarort Wiesent betrieben, hauptsächlich am „Hermannsberg“. Erste sichere Quellen dazu weisen in das Jahr 1100. Überliefert sind auch die Weinerträge des Wiesenter Pfarrers, im Jahre 1585 z.B. 50 Eimer Zehentwein (1 Eimer = ca. 53 Liter) und 100 Eimer selbst gebauten. Das sind immerhin 8.000 Liter.

Weitere Anbauorte wie etwa Tegernheim, Donaustauf, Bach, Wiesent, Wörth und vieles mehr sind auf der Webseite des "Regensburger Landweins" beschrieben:    Link

Gastro Weinstub'n: zum Kruckenberger / zum Vogelherd / Weinstube Eibl / ...

 

Künstlicher Altarm

GmunderAu 1Die Flussschlinge Gmünder Au wurde bereits im Jahre 1851 während dem ersten großen flussregulierenden Eingriff von der Donau abgeschnitten. Sie steht bis heute mit der Donau in Verbindung. Durch die Einmündung der "Wiesent", dem größten in die Donau mündenden Nebenfluss auf der Strecke zwischen Pfatter und Strubing, wird ein Teil des Altarms mit frischem Wasser versorgt und durchströmt.

Im Altarm haben sich unterschiedliche Wasserpflanzengesellschaften angesiedelt. Wassertemperatur, Fließgeschwindigkeit, Wassertiefen und Wasserstandsschwankungen beeinflussen die Artenzusammensetzung. Bei guten Lichtverhältnissen kann daher das gesamte Gewässer mit Wasserpflanzen besiedelt sein. Sie wachsen, je nach Anpassung an Wassermillieu und Wassertiefe, in einem Nebeneinander unterschiedlich tief ins Wasser. Es wachsen u. a. Gelbe Teichrose, die Sumpf-Schwertlilie, der Breitblättrige Rohrkolben. (nach Dr. F. Leibl)

Quelle: Infotafel an der Gmünder Au

Diese Infotafel steht auf der Dammkrone des südlichen Donaudammes bei Gmünd bei 48.972372, 12.430513. Gmünd ist sowohl von Regensburg - B8 , Abfahrt Pfatter - als auch von Straubing - Kagerser Brücke Richtung Aholfing - bequem per PKW in ca 30 Minuten zu erreichen.

 

 

 

 

 

 

 

GmunderAu 2 Kopie

 

Dieser Weg ist leicht zu gehen, da gut gepflegt und praktisch ohne Steigungen. Und dabei eröffnet er einen weiten Blick in den oberen bayerischen Wald, bis hinunter zu Pröller und Hirschenstein, über die ruig fließende Danau hinweg. Der Zeitbedarf des Spaziergangs von Gmünd aus nach Westen auf der Dammkrone ist frei wählbar, nach der Umkehr - leider scheint es keine Einkehr zu geben - wechselt das Panorama auf beeindruckende Weise. (pk)

 

Eine dringende Bitte, gültig für alle schützenswerten und geschützten Naturgebiete, hier zum Beispiel die "Donauseitentäler": Link


Diese Landschaft ist von solcher Einzigartigkeit, dass Besucher dringend gebeten werden, diese Gebiete mit der nötigen Achtung und Rücksicht zu besuchen, also etwa angelegte Wege nicht zu verlassen, Flora und Fauna nicht zu stören oder gar zu zerstören, Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf die Bedeutung solcher Gebiete für nachfolgende Generationen hinzuweisen. In Paragraphen genannte "Schutzzwecke" und "Verbote" sind eigentlich bloße Selbstverständlichkeiten.

 

Dieser Breimbach-Wanderweg beginnt und endet nördlich Obermiethnach am sog. Breimbach-Wanderparkplatz. Der von Autor Uwe Stanke, 2016, beschriebene  "Schiederhof-Rundwanderweg" in outdooractive: Link kann den Breimbach-Wanderweg zu einer großen, ca 15 km langen Tagestour erweitern. Dieser große Rundwanderweg kann anstelle vom Ausgangs- und Endpunkt Waldgasthof Schiederhof (A=B) auch vom Wanderparkplatz (A) "Am Breimbach"  von Obermiethnach aus angesteuert werden.

Auf der Karte nebenan ist der Breimbach-Wanderweg als kühler Sommerwanderweg (A-B-C-D-A) mit geringen Steigungen vom Wanderparkplatz (A) zur "Schwedenschanze" (B), dann scharf nach Osten bis zum Breimbach (C) und scharf nach Süden zunächst längs des Grübelbaches, dann am Breimbach entlang über (D) wieder zurück zum Wanderparkplatz (A) skizziert. Die Länge beträgt dann ca 3 km.

Die Infotafel des Landschaftspflegeverbandes Straubing-Bogen (Link) stellt innerhalb des Projekts "Donauseitentäler" diesen Weg als "Breimbach-Schelmenseige" vor. 

Weitere Projekte des lpv straubing-bogen innerhalb dieses Projekts sind:

  • Großer Perlbach
  • Großer und Kleiner Leithenbach
  • Kößnach mit Falkenfelser Bach


KapflbergTreppeKirche

Auf dem Kapflberg oberhalb Wolferszell bei 94377 Steinach, an der alten B20 gelegen, steht ein kleines Kirchlein, erreichbar über einen Treppenaufgang direkt an der Kinsach beginnend.

Die Filialkirche St. Stephanus/St. Ursula stammt baugeschichtlich wohl aus der späten Gotik. Bei der Restaurierung unter dem Pfarrherin BGR Ludwig Dotzler im Jahre 1985 wurden spätgotische Fresken entdeckt. Der Figurenschatz ist durchaus beachtenswert: hl. Stephanus und hl. Ursula unter dem Kreuz (spätgotisch), Maria Heimsuchung. Das Altarbild erfuhr erst in jüngster Zeit eine endgültige Interpretation:

"Man war zunächst der Meinung, dass es sich beim Kapfelberger Altarbild um den „Jesusknaben unter den Schriftgelehren im Tempel von Jerusalem“ handelt. Doch auch diese Meinung kann nicht aufrecht erhalten werden. Der Aufmerksamkeit des Steinacher Gemeinderats und Computer-Experten Martin Haberl ist es zu verdanken, dass das Bildthema und sein Vorbild eindeutig geklärt werden konnten. Die Recherchen von Martin Haberl haben ergeben, dass es sich bei dem Gemälde um eine seltene Darstellung aus dem Marienleben handelt, für welche mehrere Bezeichnungen verwendet werden: „Mariä Tempelgang“, „Mariä Opferung“, „Maria – Unsere liebe Frau in Jerusalem“, orthodox „Einführung der Gottesgebärerin in den Tempel“, armenisch „Darstellung im Tempel“. In der Kirche Santa Maria della Salute in Venedig in einer Seitenkapelle ein Altargemälde, das in Ausehen und Konzeption mit dem Motiv des Kapfelberger Bildes nahezu identisch ist."
(Quelle: Hans Agsteiner, Kapfelberger Altargemälde: Modernste Computertechnik führte zu neuen Erkenntnissen (Auszug), Straubinger Tagblatt vom 8. August 2017, veröffentlicht in: AK Heimatgeschichte Mitterfels, August 2017)

Einzig über den Treppenaufgang mit mehreren Dutzend Stufen ist das Kirchlein erreichbar, in der Regel aber nicht zu besichtigen, außer am Patroziniumstag des hl Stephanus, das ist der zweite Weihnachtsfeiertag. In der Regel findet an diesem Tage in der Filialkirche am Kapflberg um 10:45 Uhr eine Messe statt. Anfragen bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Vom schon etwas mühsamen Aufstieg kann man sich anschließend im Landgasthof Schmid in Wolferszell bei einer Brotzeit erholen.

Eine dringende Bitte, gültig für alle schützenswerten und geschützten Naturgebiete, hier zum Beispiel das LBV-Schutzgebiet "Parkstettener Weiher": Link

Diese Landschaft ist von solcher Einzigartigkeit, dass Besucher dringend gebeten werden, diese Gebiete mit der nötigen Achtung und Rücksicht zu besuchen, also etwa angelegte Wege nicht zu verlassen, Flora und Fauna nicht zu stören oder gar zu zerstören, Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf die Bedeutung solcher Gebiete für nachfolgende Generationen hinzuweisen. In Paragraphen genannte "Schutzzwecke" und "Verbote" sind eigentlich bloße Selbstverständlichkeiten.

Weithin bekannt ist der Friedenhainsee mit seiner lt. Eigentümer "... längsten Wasserski- & Wakeboard-Seilbahn der Welt mit 1200 Meter Umlaufstrecke - um 50% länger als die meisten anderen Wakeboardanlagen ...": Link

Diese Wasserflächen haben inzwischen unterschiedlichste Funktionen bekommen, beispielsweise Vogelschutzgebiet, Fischweiher und Badesee, aber einfach auch stimmungsvolles Wandergebiet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Biber

 

Wer aber den wurrligen Tourismusbetrieb nicht so sehr liebt, der findet zu Fuß oder per Rad inzwischen unberührte Seenlandschaft mit vielfältiger Flora und Fauna, und das zu jeder Jahres- und Tageszeit. Allerdings sollten solche Wanderungen sorgfältig geplant werden und unbedingt Rücksicht auf Tier- und Planzenwelt nehmen.

Wegekarte folgt ...

Der Bogenberg gehört lt . Bayerischem Landesamt für Umwelt zu den schönsten Geotopen Bayerns:

BbergPanorama

 

Hoch überragt der Bogenberg, der "heilige Berg Niederbayerns", das ebene Donautal bei Straubing. Eine der bedeutendsten Bruchlinien in der Erdkruste Mitteleuropas ist die Donaustörung, die sich von der Oberpfalz bis weit nach Österreich erstreckt. Dort, wo sie auch als morphologisch auffällige Grenze in Erscheinung tritt, wird sie als Donaurandbruch bezeichnet. An dieser Störungszone ist das Grundgebirge des Bayerischen Waldes um mehr als 1300 m gegenüber seinem Vorland angehoben worden. Während der Würmeiszeit formte der Fluss seine steilen Hänge an der Süd- und Ostseite. Dort findet man eigenartig zerbrochene und aufgeriebene Gesteine, die fast den gesamten markanten Berg aufbauen.

 

 

Als von Natur und Mensch geschaffene "Landschaft" fasziniert seit Jahrhunderten der Bogenberg durch Flora und Fauna.

 

Seit 2003 wird das hochwertige Biotopverbundprojekt „Donaurandbruch“ als BayernNetzNatur-Projekt im Landkreis Straubing-Bogen umgesetzt. Dabei werden als Donaurandbruch die meist südlich exponierten Hangbereiche zwischen dem Bayerischen Wald und der Donauebene bezeichnet. Bereiche des Donaurandbruches liegen in den Gemeinden Kirchroth, Steinach, Bogen und Niederwinkling.


LippwegBei den Flächen des Donaurandbruchs handelt es sich um ökologisch sehr hochwertige Lebensräume, auf denen sich im Laufe von Jahrhunderten und Jahrtausenden speziell angepasste Pflanzen- und Tierlebensgemeinschaften angesiedelt und bis heute erhalten haben. Die Hänge sind gekennzeichnet durch ihre südexponierte Lage, weshalb diese Lebensräume besonders mager und trocken sind. Flora und Fauna dieser Trockenstandorte unterscheiden sich sehr stark von denen des übrigen Bayerischen Waldes und des Donautals. Die botanischen und zoologischen Besonderheiten sind auf Bereiche beschränkt, die sich durch ihre steile Lage, ihre Exposition, ihr Klima, ihre Geologie und durch ihre Bodenverhältnisse von den übrigen Flächen stark abheben. Sie ziehen sich perlschnurartig an den Südhängen entlang und bilden zusammen den Donaurandbruch.

Trockene Eichen-Hainbuchenwälder, Waldsaumgesellschaften, wärmeliebender Buschwald, Liguster-Schlehengebüsche, Trocken- und Halbtrockenrasen sowie Felsband- und Felsspaltengesellschaften bilden die vorherrschenden Pflanzeneinheiten. Neben den bereits unter Schutz gestellten Südhängen des Bogenberges und des Helm- und Buchberges gibt es noch eine Reihe weiterer Südhänge im Landkreis, die sich durch ihren eigenen Charakter und ihre dazugehörigen Tier- und Pflanzenarten von der Umgebung abheben. Zu nennen wären hier beispielsweise der Eichelberg bei Pillnach, die Hänge bei Leithen und bei Münster, der Weinberg bei Bogen, das Bergholz bei Pfelling oder der Welchenberg.

Quelle: lpv - straubing-bogen und bayerisches Landesamt für Umwelt
 
 
 
 
 
Von Zeit zu Zeit finden in der Wallfahrtskirche Konzerte mit herausragenden Künstlern statt, so etwa anl. Bluval 2007.


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kerzenwallfahrt

Aber auch als Pilgerstätte ist der Bogenberg bayernweit bekannt. So erfüllen zum Beispiel seit mehr als 500 Jahren die Holzkirchner am Pfingstsonntag ihr Gelübde der "Kerzenwallfahrt" und pilgern mit ihrer "langen Stang" am Pfingstsonntag auf den Bogenberg. 

Aber das ganze Jahr über pilgern hilfesuchende Beter zur Lieben Frau auf dem Bogenberg, besonders am 1. Mai, wenn sich Pfarreien etwa des Schlichtlandes - Parkstetten, Münster und Steinach - auf den Weg zum heiligen Berg machen.

Hunderte von lodernden Kerzen in der Kerzengrotte und unzählige Votivtafeln zeugen vom tief eingewurzelten Volksglauben der Menschen dieses Landstriches.

 

 

 

 

 

 

 

Moosburner

 

Schließlich stärken sich Pilger und Besucher des Bogenberges in den zahlreichen Gasthäusern Bogens, mit besonderer Vorliebe im Gasthaus "Zur schönen Aussicht" gleich unterhalb der Wallfahrtskirche.

Bildschirmfoto 2018 03 12 um 17.45.28Der immer wieder in Reiseführern genannte 'Baierweg' ist ein Relikt eines Handelsweges von der Donau in den böhmischen Kessel, also durch den Donaurandbruch bei Straubing am Bogenberg vorbei in die Further Senke.

Der Tourenplaner 'Baierweg' des Tourismusverbandes Ostbayern stellt diesen Weg in einer faszinierenden 3-D-Animation dar:

Neben dem Wanderweg selbst zeigt die Seite eine detaillierten Wegbeschreibung, das Höhenprofil des Weges, Distanzangaben, den Zeitbedarf für einzelne Abschnitte,  eine Fotostrecke, benennt Gastgeber und Gastronomie. Also: Ein digitales Abgebot, wie es vor Jahren noch völlig undenkbar war.

zur Webseite: Link

 

 

 

 

 

 

Baierweg

Josef Fendl, gebürtiger Schwarzacher, weithin bekannt durch seine literarischen Werke - u.v.a die 'Bauernseufzer' - hat sich jüngst mit dem letzten Abschnittes dieses Weges, allerdings aus'm Woid an die Donau, beschäftigt:

Er kann belegen, dass es etwa 5 verschiedene Trassen zwischen Perasdorf und Gaißing gegeben haben könnte, Perasdorf und Gaißing noch der 'Böhmischen Masse' zugehörig, das Ende des Weges bei bei Mariaposching an der Donau gelegen.

Fendls ausführliche Darstellung im Straubinger Tagblatt vom 11. August 2017 gibt hier als pdf-Datei: Link.

DAS INFOZENTRUM ISARMÜNDUNG


Die Informationseinrichtung liegt inmitten herrlicher Auwälder am Rande eines einzigartigen Naturschutzgebietes. Sie gibt Einblick in eine Auenlandschaft von europaweiter Bedeutung. Hier trifft die Isar auf die sich in großen Schlingen dahin windende Donau. Beide Flüsse gestalten diese eindrucksvolle Landschaft mit Altwässern, ausgedehnten Weich- und Hartholz-Auwäldern, feuchten Au- und Streuwiesen und den "Brennen" (Halbtrockenrasen) mit all ihrer Blütenpracht. Das im Jahr 2000 durch den Landkreis Deggendorf eröffnete Infohaus Isarmündung ist in kurzer Zeit zu einem überregionalen Besuchermagneten geworden. Auf 250 m² Ausstellungsraum und über 7 ha Freigelände finden die Besucher ein vielseitiges und abwechslungsreiches Erlebnis- und Informationsangebot. In das Infohaus integriert ist eine Dauerausstellung des Wasserwirtschaftsamtes Deggendorf, sowie ein Lehrbienenstand des Imkereiverbandes Plattling.

zur Webseite des Infohauses: Link

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=-XL50eUrxqM&feature=youtu.be

Startpunkt ist die Buswendeplattform in Passau/Hals-Hochstein. Hier befindet sich auch eine Übersichtstafel (diese Route ist die Route 11) und ein ca. 100m langer kleiner Weg, welcher den Anfang und das Ende des Rundwegs darstellt. Nach diesem kurzen, ebenen Weg, der auf die Franz Stockbauer Brücke führt, gelangt man über die Ilz in einen schön angelegten Waldweg.

Immer entlang an der idyllischen Ilz erreicht man den Knotenpunkt der Schleife, an dem der eigentliche Rundweg beginnt. Zu empfehlen ist es hier rechts abzubiegen und durch den ca. 100m langen Tunnel, die Triftersperre (Vorsicht keine Beleuchtung), zu wandern. Auf der anderen Seite gibt es drei mögliche Wege ...

weiterlesen bei tourispro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Natürlich, das "kleinste Weinanbaugebiet Bayerns" östlich von Regensburg - also am westlichen Rand des Donaurandbruches, vielleicht mit Kruckenberg im Zentrum - kann und will sich nicht mit der Wachau - Zentralort vielleicht Weißenkirchen - messen. Denn diese Landschaft in Niederösterreich hat schon ein ganz besonderes Flair. Und deshalb bewirbt RePaLi auch diese gottgesegte Landschaft am östlichen Rand des Donaurandbruches, gut 100 km auf der A1 in Richtung Wien gelegen, mit dem besiedlungsgeschichtlich bedeutsamen Willendorf - Venus von Willendorf - und prächtigen Klöstern, etwa Sankt Florian, dem Benediktinerstift Kremsmünster und auch Melk.

"Wachau ist Gestalt gewordene Geschichte entlang der Donau, ein mildes Klima und hervorragende Weißweine – das UNESCO Weltkulturerbe Wachau ist zu jeder Jahreszeit eine magische Gegend. Die sanften, allesamt mit Weinreben bepflanzten Hügel, der mittelalterliche Charakter der Ortschaften und die Ufergebiete der Donau fügen sich zu einem unvergleichlichen Gesamten. Bedingt durch das von der Donau beeinflusste milde Klima, die optimal zur Sonne geneigten Hänge und die spezielle Qualität der Urgesteinsböden, gedeihen in der Wachau hervorragende Weine, die von Kennern in aller Welt geschätzt werden. Außerdem befindet sich auf den 33 Kilometern entlang der Donau - von Melk bis Krems - eine Vielzahl historischer Bauwerke. Eine hohe Dichte an hervorragenden Restaurants und Gasthäusern, in denen man zu vernünftigen Preisen regionale Küche auf höchstem Niveau in geschmackvoller Ausgewogenheit von bodenständigen Zutaten und kreativen Elementenserviert serviert, lassen auch Gourmets nicht zu kurz kommen." Quelle: Österreich Werbung Wien

zur Seite "Die Wachau": Link